Pottwal Ahoi!
Pottwal Ahoi ist kein normaler Tierfilm.
Durch die Kombination neuer Technologien und einem auf den ersten Blick ungewöhnliches Teamwork gelingt es zum ersten Mal Licht in die geheimnisvolle Welt der Pottwale zu bringen. Noch nie zuvor hat ein menschliches Auge sehen können, was ein Pottwal wirklich in über 1000 Meter Tiefe erlebt. Doch genau in jenen Bereichen, wo zu hoher Druck für jeglichen Kameramann herrscht, verbringt er 62% seiner Zeit.
Erstmalig gelingt es führenden Meeresbiologen mit der Hilfe Berliner Computerhacker in bisher mystische Bereiche der Tiefsee vorzudringen. 24 Stunden lang verfolgen sie zwei Wale bis in 1700 Meter Tiefe.
Dabei nehmen sie sich auch schwelenden Fragen dieser sympathischen Riesen an. Wo und wie jagen diese ausgeklügelten Schalljäger ihre Beute? Wie tief tauchen sie wirklich? Wie navigieren sie unabhängig vom Licht durch die eigentlich pechschwarze Tiefsee? Und wie erjagen sie dort Tiefseekalmare, wo kein Lichtstrahl einen leisesten Schatten verrät?
Die Forscher suchen dabei aber auch nach Antworten auf ein ganz anderes Problem: Macht der steigende Lärm der Ozeane den Walen zu schaffen? In unseren Breiten tauchten plötzlich vermehrt in den späten 80er Jahren Pottwale an unseren Stränden auf. Manchmal einzelne Tiere, manchmal ganze Gruppen. Ihre atypischen Strandungen endeten alle tragisch. Doch weshalb – ist bis heute ein Reich der Spekulation. Doch nun haben die Forscher eine neue Spur. In der gleichen Zeit wurde in jenen Meeresgebieten die Suche nach Erdöl intensiviert. Dazu werden extrem laute Schalltechnologien eingesetzt. Besteht vielleicht ein bisher übersehener Zusammenhang? Wird den Walen nun ihre extreme Schallsensibilität selbst zum Schicksal?
Auch Gehirnforscher nehmen sich inzwischen diesen Fragen an. Der sanfte Titan erweist sich dabei nicht nur als tiefster Taucher, sondern er besitzt auch das grösste Gehirn aller Lebewesen. Ein in vielerlei Hinsicht sympathischer Superlativ. Genauso erstaunlich ist seine Klick-Sprache, die von den Sprachen aller anderen Walarten abweicht, und an ein Morsealphabet erinnert. Auch wenn sie bis heute nicht verstanden ist, erhoffen sich die Meeresbiologen anhand von Sprachgruppen in unterschiedlichen Ozeangegenden auch zu verstehen, ob sich die Pottwalbestände vom exzessiven Walfang erholt haben. Oder ob es vielleicht sogar an der Zeit wäre das Fangverbot aufzuheben, wie von Japan gefordert.
Unter Einbeziehung bis heute ungesehener Bilder aus der Welt der Wissenschaft und mitreißender Walbilder entführt dieser Film in eine faszinierende Welt, die so noch nie zu sehen war, und dabei eine neue Epoche der Walforschung miterleben lässt.
Am Dienstag, den 02.09.2008 um 19.00 auf ARTE (43 min)










