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Igel-Gefahren im Garten vermeiden

Wenn im August und September die kleinen Igel zur Welt kommen, drohen ihnen viele Gefahren. Schauen Sie sich Ihren Garten einmal aus der Sicht eines Igels an und vermeiden und beseitigen Sie alles, was den nützlichen Tieren gefährlich werden kann.

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Unter der Regie des Schweizer Vereins "Pro Igel" haben Schüler zahlreiche Gärten begutachtet. Dabei stellten sie fest, dass auch in ländlichen Gegenden nur wenig sehr gute Lebensräume für Igel vorhanden sind: Nur in 19 Prozent aller Gärten wurde den Tieren sowohl gute Nahrung als auch geschützte Plätze für Nester geboten. Außerdem identifizierten die Jungforscher viele mögliche Gefahrenquellen wie offene Gruben, Schneckengift und Netze von Fußballtoren. Fazit: Unsere Gärten müssen igelfreundlicher und sicherer werden. Nur dann haben auch die jetzt im August und September geborenen Igelkinder gute Überlebenschancen. Experten raten Folgendes:

Kost und Logis:

Ideal sind ein paar „unordentliche“ Ecken im Garten, wo sich Igel etwa unter einem Haufen Laub oder Reisig häuslich einrichten können. Heimische Sträucher, am besten zur kleinen Hecke gepflanzt, bieten außer Unterschlupf auch Nahrung wie Schnecken, Käfer und anderes Kleingetier. Ein offener Komposthaufen erweitert den Speiseplan der Igel zusätzlich. Kleine Gartenteiche mit flach auslaufendem Uferbereich stellen die Trinkwasserversorgung sicher. Eine täglich mit frischem Wasser gefüllte flache Schale tut es aber auch. Der Garten sollte auch „durchlässig“ sein. Da Igel recht große Lebensräume benötigen,  müssen sie die Möglichkeit haben, in einen Garten hineinzukommen und auch wieder heraus. In einer Aktivitätsperiode, also vom Frühjahr bis zum Herbst, durchstreifen erwachsene Männchen Gebiete von bis zu 100 ha. Weibchen sind nicht ganz so wanderfreudig. Hecken und Lattenzäune bieten sden Tieren Durchlässe. Im Fall von Gartenmauern kann man in der Gartentür einen Igeldurchschlupf mit einem Durchmesser von ca. 20 cm einrichten.

Gefahren vermeiden

Außerdem sollte man als Tierfreund auf sämtliche Gifte im Garten verzichten. Sie vergiften nicht nur Insekten und Schnecken, sondern schaden auch Igeln,Vögeln und allen anderen Insektenfressern. Notfalls können die großen Nacktschnecken mit Schneckenkörnern, die Eisen-III-Phosphat enthalten (z.B. unter dem Produktnamen Ferramol im Handel), bekämpft werden.

Vorsicht beim Mähen

Achtung beim Einsatz des Rasenmähers:: Nie sollte man unter Sträuchern oder entlang von Gebäuden mit der Tellersense mähen. Auf diese Weise haben schon viele Igel (und andere Kleintiere) ihre Beine verloren. Ebenfalls heimtückisch sind Laubsauger. Ohne böse Absicht der Gartenbesitzer werden auf diese Weise Igelkinder zusammen mit Laub in den sicheren Tod gesaugt! Bevor ein Haufen Laub oder Äste verbrannt wird, schichtet man ihn kurz zuvor um, denn es könnten sich Igel darunter versteckt haben. Und Vorsicht beim Umsetzen von Kompost mit der Mistgabel!

In lose herumliegenden Vogelschutznetzen über Sträuchern können sich Igel leicht verheddern, darum macht man sie 15 cm über dem Boden fest. Zur tödlichen Falle kann auch ein Schwimmbecken oder steilwandiger Teich werden. Beim Ausstieg aus so einem Becken hilft ein Brett mit Querleisten oder eine mit Steinen befestigte Schilfmatte.

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Erfahren Sie noch mehr über den Igel und seine Lebensweise in Frühling und Sommer,
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und in Herbst und Winter.
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