Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA)

Der illegale Handel mit exotischen Tier- und Pflanzenarten ist ein einträgliches Geschäft. Viele freilebende Tier- und Pflanzenarten sind in ihrer Existenz bedroht; nicht wenige stehen kurz vor dem Aussterben.

Die Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) ist ein Abkommen (und eine internationale Organisation), das zum Ziel hat, den internationalen Handel mit den Tier- und Pflanzenarten sowie ihren Erzeugnissen zu kontrollieren. Mehr als 170 Staaten sind dem WA, das regelmäßig überarbeitet wird, mittlerweile beigetreten. Mehr als 8.000 Tierarten und ca. 40.000 Pflanzenarten stehen heute unter seinem Schutz.

Das WA unterscheidet drei Schutzkategorien:

Den strengsten Schutz genießen die Tier- und Pflanzenarten, die von der Ausrottung bedroht sind. Die Ein- und Ausfuhr dieser Arten ist bis auf sehr wenige Ausnahmen verboten. Tier- und Pflanzenarten, deren Erhaltung gefährdet ist, dürfen nur mit einer Ausfuhrgenehmigung des Herkunftslandes aus- und in die Bundesrepublik eingeführt werden. In den meisten Fällen, insbesondere bei lebenden Tieren und Pflanzen ist auch noch eine Einfuhrgenehmigung der Bundesrepublik Deutschland erforderlich.

Weitere Vorschriften

Neben dem WA gibt es noch EG-Regelungen, wie die EG-Artenschutz-Verordnung oder die Vogelschutzrichtlinie sowie nationale Bestimmungen, wie das Bundesnaturschutzgesetz oder die Bundesartenschutzverordnung. Aufgrund dieser EG-weiten und nationalen Vorschriften unterliegen viele Tier- und Pflanzenarten einem weitergehenden Schutz, als dies im WA vorgesehen ist.

Zoll- und Artenschutz

Die Zollverwaltung überwacht die Ein- und Ausfuhr von geschützten Tieren und Pflanzen nach den Bestimmungen des Artenschutzes sowohl bei gewerblichen Sendungen als auch im Reiseverkehr. Sie trägt damit maßgeblich zur Durchsetzung der strengen Handelsbeschränkungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und der dazu erlassenen Rechtsvorschriften bei. (Quelle: Bundeszollverwaltung)