Gorilla
Bestandsgröße: Alle Gorillaarten sind gefährdet. Westlicher Gorilla: Westlicher Flachlandgorilla: 95.000 Tiere, Cross River-Gorilla etwa 250 bis 300 Individuen; Östlicher Gorilla: 3.000 bis 5.000 Grauergorillas und etwa 700 Berggorillas.
Wenn Seine Majestät sich nähert, weichen alle ehrfurchtsvoll zurück. Sie erkennen den König nicht nur am breiten Silberstreifen auf dem Rücken, sondern an der schieren Größe: Zwei Meter groß können Gorilla-Männchen werden. Es ist aber nicht so, dass sich alle vor dem König fürchten würden. Schließlich beschützt er seine „Untertanen“ ja auch. Strenggenommen ist er nämlich kein König, sondern nur das Familienoberhaupt. Denn Gorillas sind intelligente, soziale Tiere, die in Familienverbänden aus mehreren Weibchen mit vier bis fünf Jungtieren und einem Männchen leben. Sie sind die größten Menschenaffen der Erde und in den Wäldern Afrikas zu Hause. Biologen unterscheiden zwei Gorillaarten, den Östlichen und den Westlichen Gorilla. Beide sind Vegetarier, beide bauen sich ein Schlafnest für die Nacht - und beide sind stark bedroht.
Beide Arten werden in jeweils zwei Unterarten unterschieden. Für den Östlichen Gorilla sind das der Östliche Flachlandgorilla („Stark gefährdet“) und der Berggorilla, der zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Affen weltweit zählt.
Der Westliche Flachlandgorilla kommt in Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Gabun, Demokratische Republik Kongo und Äquatorialguinea vor. Der Cross-River-Gorilla lebt an der Grenze zwischen Südost-Nigeria und West-Kamerun. Insgesamt gibt es im westlichen Zentralafrika noch etwa 95.000 Westliche Flachlandgorillas und vom Cross-River-Gorilla nur noch etwa 250 bis 300 Tiere. Beide Unterarten sind von der Weltnaturschutzunion IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.
Die größte Bedrohung für die Gorillas ist die Wilderei. Sie bedroht alle Menschenaffenpopulationen. Daneben gefährdet auch die Zerstörung des Lebensraums die Zukunft der Gorillas. Der WWF fürchtet, dass die Gorillas in 15 Jahren aus der Wildnis verschwunden sein könnten, wenn das gegenwärtige Ausmaß an Wilderei und Lebensraumverlust nicht drastisch reduziert wird. Gorillas und alle anderen großen Menschenaffen gehören zu den Leitarten des WWF. Daher hat sich die Umweltstiftung deren weltweiten Schutz zum Ziel gesetzt.
