Pennantsittich

Foto: Wesley Tolhurst / iStockphoto

Steckbrief:

  • Körperlänge: 36 cm
  • Gewicht: 112 - 170 g
  • Lebenserwartung: 15 - 18 Jahre
  • Verbreitung: Südöstliches Australien
  • Lebensraum: Feuchte Wälder, Lichtungen, Parks
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik:

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Plattschweifsittiche
  • Gattung: Platycercus
  • Art: Pennantsittich (Platycercus elegans)

Aussehen:

In seinem herrlich roten Gefieder mit den blauen Säumen ist der Pennantsittich in beiden sich gleichenden Geschlechtern kaum an Schönheit zu überbieten. Außer dem weißlichen Schnabel und den grauen Füßen zeigt sich sein Gefieder in kräftigem Rot, verschiedenen Blautönen und Schwarz. Letzteres findet sich an den Schwingen, den inneren Flügeldecken und auf dem Rücken, schuppenartig angeordnet, in Rot. Die Jungvögel sind überwiegend grün, haben aber schon einige rote und blaue Federn.

Nachwuchs und Aufzucht:

Die Pennantsittiche legen ihre Brutstätten in Höhlen sehr hoher Bäume an. Die fünf bis acht Eier werden vom Weibchen innerhalb von drei Wochen ausgebrütet. Mit fünf Wochen sind die Jungen flügge. Sie werden dann noch zwei bis drei Wochen lang von den Eltern gefüttert.

Lebensweise und Verhalten:

Sein Lebensraum ist der Osten und Südosten Australiens. Dort findet man ihn von den Küsten bis in Höhen von 2000 Meter in den Naturschutzparks und Vororten der Städter. Der Pennantsittich zeigt sich wenig scheu und kann leicht während des Ruhens auf den Eukalyptusbäumen oder der Nahrungsaufnahme auf dem Boden beobachtet werden. Während die Jungvögel in kleinen Schwärmen herumziehen, bleiben die Altvögel paarweise oder in Gruppen von bis zu sechs Vögeln im Brutgebiet.

Kommunikation: 

Der  Pennantsittich ruft ziemlich tief „kwiik…kwiik…kwiik“. Als Warn- und Angstschreie stößt er schrille Schreie aus. Wenn er auf den Bäumen oder am Boden frisst, lässt er schwatzende, weiche Laute vernehmen.

Ernährung:

Er ernährt sich von den größeren, mehlhaltigen Grasssamen. Er nimmt auch die Samen verschiedener Baumsamen. Als Hauptfutter bieten sich verschiedene Hirsesorten, Glanz und Getreide an, die alle auch gekeimt angeboten werden können. Keimfutter ist für die Aufzucht der Jungen wertvoll, da es sehr Rech an Vitalstoffen ist. Ölhaltige Samen wie Sonnenblumenkerne, Hanf, Leinsamen, Rübsen, Nigersaat und Perilla dürfen nur in kleinsten Mengen gegeben werden. An Grünfutter werden – vor allem zur Aufzucht der Jungen – Obst und Gemüse besonders gerne angenommen. Ein gutes Weichfutter gibt es schnabelfertig mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu kaufen. Wird es mit geriebener Möhre flockig angerührt, ist es besonders begehrt. Vogelgrit, Sepiaschalen, Kalksteine und gut gewässerter alter Mörtel sollten den Vögeln zur besseren Verdauung und zur Schnabel- und Fußpflege nicht fehlen. Trink- und Badewasser muss stets frisch gereicht werden – letzteres auch in einer großen flachen Schale.

Haltung:

Der Flug des Pennantsittichs ist nicht so schnell und direkt, sondern wellenförmig und bedächtig. Er benötigt deshalb keine besonders lange Voliere. Die Außernvoliere sollte jedoch schon vier Meter, die Innenvoliere zwei Meter lang sein. Da er ziemlich stark nagt, sollten Eisenrohre oder Winkeleisen als Volierenrahmen verwendet werden. Alternativ können auch Holzbalken mit Blech beschlagen werden. Er gilt als einer der am meisten gezüchteten Großsittiche.

Hätten Sie’s gewusst?

Pennantsittich sind als Paar mit zumeist sechs flüggen Jungvögeln in der gerade sonnigen Gartenvoliere ein wunderbarer Anblick.