Goldstirnsittich

Steckbrief:

  • Körperlänge: 26 cm
  • Gewicht: 70 - 90g
  • Lebenserwartung: 12 - 15 Jahre
  • Verbreitung: Brasilien und angrenzende Länder
  • Lebensraum: Busch- und baumreiche Grasflächen
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik:

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Eigentliche Papageien
  • Gattung: Keilschwanzsittiche
  • Art: Goldstirnsittich (Aratinga aurea)

Aussehen: 

Die goldfarbene Stirn und der gelbe Scheitel haben diesem Sittich den Namen gegeben. Eingefasst ist das Gelb von einem blauen Kranz. Blau sind auch die Schwingen, die grüne Säume haben. Das übrige Gefieder ist grün und damit fast der gesamte Vogel. Das Grün ist an der Oberseite dunkler, an der Unterseite heller. Nur an Kehle und Brust zeigt er mehr Grau. Jungvögel haben noch ein viel schwächeres Goldgelb und Blau auf der Stirn und dem Scheitel. Ihre Augen sind dunkelbraun, die der erwachsenen Tiere dagegen hellbraun bis orangefarben. Die Füße sind grau.

Nachwuchs und Aufzucht:

Seine Heimat ist Brasilien, vor allem südlich des Amazonas. Ferner zeigt er sich in Bolivien, Paraguay und Nordwest-Argentinien. Er gräbt sein Nest in die Bauten der Baumtermiten oder auch in solche, die auf dem Boden errichtet wurden.

Lebensweise und Verhalten: 

In seinem riesigen Verbreitungsgebiet lebt der Goldstirnsittich am liebsten in den großen Grasflächen der halboffenen Savannen, die abwechselnd von Gebüschen und Baumgruppen durchzogen sind. Dort ist er paarweise oder in kleinen Trupps anzutreffen. Die baumlosen Biotope meidet er ebenso wie den Regenwald. Die Paare sitzen oft dicht aneinander gekuschelt und putzen sich gegenseitig. Andere Paare werden in der Nähe geduldet. Außer während der Brutzeit zwischen September und Dezember, dann sondern sie sich Pärchenweise ab.

Kommunikation: 

Die Rufe des Goldstirnsittichs sind fast nur während des Fluges zu hören. Es sind schrille Kreischlaute. Als Einzelvogel wird er sehr zahm und lernt sogar sprechen und pfeifen. Seine Naturlaute unterlässt er dann fast ganz.

Ernährung:

In freier Natur findet er Samen, Früchte, Blüten, Beeren und Nüsse. Sie werden von Stängeln, Büschen und Bäumen gepflückt oder vom Boden aufgelesen. Insekten und deren Larven verschmäht der Goldstirnsittich dabei auch nicht. Das Großsittich-Mischfutter, das wir ihm bieten, besteht aus Hirsesorten, Glanz und aus vielen verschiedenen Waldvogel- und Wildkrautsämereien. Er mag aber auch Mais, Reis, Sojabohnen und anderen Hülsenfrüchte. Ferner sollte er Grünes wie Vogelmiere, Löwenzahn und weitere Kräuter sowie zur Aufzucht viel Keimfutter bekommen. An Insekten und Weichfutter gehen die Vögel unterschiedlich gerne heran. Grit, einen Kalkstein und frisches Trink- und Badewasser brauchen sie ständig.

Haltung:

Der Goldstirnsittich ist einer der beliebtesten südamerikanischen Sittiche. Er wurde früher häufig als Stubenvogel gehalten. Da er friedlich ist, kann er außerhalb der Brutzeit sogar mit anderen Sittichen zusammen gehalten werden. Die Liebhaber dieses hübschen kleinen Vogels legen viel Wert auf seine Zucht, da an Importe von Wildfängen aus ihrer Heimat zurzeit nicht zu denken ist. Die Zucht gelingt recht leicht, bei er mit einer kleinen Voliere auskommt. Die zumeist zwei bis vier weißen Eier werden 23 bis 26 Tage bebrütet und die Jungen sieben Wochen lang im Nistkasten versorgt. Dieser sollte eine Grundfläche von 20 x 20 Zentimeter und eine Höhe von 30 Zentimeter sowie ein Schlupfloch von sechs Zentimeter Durchmesser besitzen. Nach dem Ausfliegen brauchen die Jungen noch drei Wochen lang die Fütterung durch ihre Eltern.

Hätten Sie’s gewusst?

Um das Geschlecht der Goldstirnsittiche festzustellen, bedarf es heute weder langes Warten auf einen möglichen Erfolg noch eines Endeskopie-Eingriffs. Es genügt, zwei bis drei Federn des Vogels für einen DNA-Test an ein Institut zu schicken, um Gewissheit zu haben, ob Sie ein Pärchen besitzen.