Der Traumgarten für Gartenvögel
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Amseln zum Beispiel futtern gerne Regenwürmer, Blaumeisen fliegen auf Blattläuse, während Distelfink und Girlitz sich Sämereien diverser Kräuter schmecken lassen.
Doch wie ein Traumgarten aussehen soll, darüber sind sich alle Gartenvögel einig: Randvoll nicht mit exotischen, sondern mit heimischen Gewächsen – mit Stauden, Sommerblumen, Sträuchern und Bäumen, denn die bringen tierisch viel Leben in den Garten.
Der Garten Eden
Ihre Blüten und Blätter locken Insekten und ähnliches Kleingetier an. Und die machen nicht nur Zaunkönig, Kohlmeise, Sumpfmeise und Heckenbraunelle satt, sondern sind überlebenswichtig für fast alle Singvogelküken. Selbst Vegetarier wie Dompfaff oder Kernbeißer, die sich ihren Bauch gern mit Kirsch- und Sonnenblumenkernen voll schlagen, füttern ihren Nestlingen tierische Kost. Und wenn dank Hummel und Co. aus den Blüten dann köstliche Beeren, Früchte und Samen gewachsen sind, sind sie ein gefundenes Fressen für eine Vielzahl von Tieren, inklusive Rotkehlchen, Buchfink und Elster.
Pfingstrosen, Sonnenblumen und Obstbäume
Einen echten Traumgarten, der unseren Singvögeln den idealen Lebensraum bietet, machen folgende Gewächse aus: Bei den Stauden haben sich besonders robuste Bauerngartenpflanzen bewährt, wie Pfingstrosen, Kuhschellen, Margeriten, Lavendel, Sonnenbraut, Großblütige Königskerzen, Herbstastern und Akeleien. Vogelbeere, Hasel, Pfaffenhütchen, Sommerflieder und Schwarzer Holunder sind vogelwilde Sträucher, während unter anderem Sonnenblumen, Duftwicken, Trichterwinden und Kapuzinerkresse für "Flowerpower" an der Mauer oder auch am Gartenzaun sorgen. Umschwärmt sind natürlich Obstbäume und alte Rosensorten, etwa die Frankfurter Rose. (Nina Blersch)
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