Shetlandpony

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Steckbrief

  • Größe: ca. 87 bis 107 cm
  • Herkunft: Shetlandinseln
  • Farbe: alle Grundfarben; auch Schecken und Tigerschecken
  • Charakteristik:Pony
  • Eignung: Reiten und Fahren
  • Verwendung: Freizeit, Show

Aussehen

Klein und gedrungen mit kräftigem Gebäude; meist üppiger Behang; oft kurzbeinig; kleiner Kopf, manchmal konkaves Profil; große, freundliche Augen; kleine Ohren, kleines Maul; "Mini-Shettys" 63 bis 86 cm

Charakter

Aufgeweckte und temperamentvolle, bisweilen auch durchaus eigensinnig aber gutmütig

Bewegung

Die Originalshettys werden im Trab gern mit einer Nähmaschine verglichen, doch das ist ungerecht. Sie sind nun mal sehr klein, dafür aber zäh und ausdauernd. In Amerika entstand ab Ende des 19. Jahrhunderts ein Shetty im eleganteren Typ, das American Shetland Pony.

Eignung

Für die meisten Menschen ist der "Shetty" der Inbegriff des Ponys. Ihrem Charakter und ihrer Größe nach sind diese freundlichen und dennoch temperamentvollen Tiere die idealen "Erst-Pferde" für Kinder. Sie können nicht nur auf ihnen reiten, sondern auch den richtigen Umgang mit Pferden lernen. Und als Kutschpferd ist das Shetland-Pony kräftig genug, um auch Erwachsene zu ziehen. Das Shetty kann sein doppeltes Eigengewicht ziehen und ist damit im Vergleich zu seiner Größe die kräftigste Pferderasse überhaupt. Leider werden die robusten Kleinen trotz ihres starken Charakters von vielen Leuten immer noch mit einem "Spielzeug" verwechselt.

Herkunft

Niemand weiß genau, wie diese Kleinpferde-Rasse entstanden ist. Einige Experten aber vermuten, da· keltische Ureinwohner Schottlands die ersten Tiere vom Festland auf die Shetland-Inseln mitbrachten. Andere wiederum glauben, da· sie während der Eiszeit von der Tundra über die zugefrorene Nordsee nach Süden wanderten und so noch vor dem Rückgang des Eises auf die Britischen Inseln gelangt sind. Die frühesten Funde auf den Shetland-Inseln gehen bis auf etwa 500 v.Chr. zurück. Die Rasse blieb bis heute ziemlich unverändert. Es kam lediglich vor gut 1000 Jahren zu einigen Kreuzungen mit dem inzwischen ausgestorbenen Lofoten-Pony aus Norwegen, das Ansiedler mitgebracht hatten. Seit Gründung des englischen Stutbuchs im Jahre 1890 wurde es aber überwiegend rein weitergezüchtet. Im 19.Jahrhundert wurden die außergewöhnlich kräftigen Tiere  wegen ihrer geringen Größe, ihrer Kraft, Härte und Gutartigkeit als Grubenpferde in englischen Bergwerken eingesetzt. Die deutsche Shetland-Pony-Zucht baute sich ursprünglich aus Tierpark- bzw. Zirkus-Importen auf. Während man zunächst bei Nachzuchten auf den britischen Original-Typ ausgerichtet war, gewannen Anfang der 70er Jahre Ponys im "Amerikaner-Typ" an Bedeutung. In den USA hatte man besonders edle und langbeinige Tiere für Pony-Trabrennen mit Sulky entwickelt. Einige bemühen sich außerdem darum, besonders kleine "Mini-Shetties" zu züchten.

Hätten Sie’s gewusst?

Noch heute werden die klugen Pferdchen in ihrer Heimat das ganze Jahr über völlig frei gehalten. Während ihr Haarkleid im Sommer kurz, glatt und glänzend ist, wächst ihnen im Winter ein langes und zotteliges Fell. Typisch für sie ist außerdem die üppige Mähne mit dem buschigen Stirnschopf und der stark behaarte, bodenlange Schweif. Shetländer sollten am besten im Offenstall gehalten werden.