Mangalarga Marchador

Steckbrief

  • Größe: ca. 145 – 155 cm
  • Herkunft: Brasilien
  • Farbe: alle Farben
  • Charakteristik: Südamerikanisches Gangpferd
  • Eignung: Reitpferd
  • Verwendung: Freizeit, Gangpferdeturniere

Aussehen

Kräftige, gut bemuskelte, harmonische und wohl proportionierte Statur; mittelgroßer, trockener Kopf; gute Ganaschenfreiheit; weit auseinander liegende, große, ausdrucksvolle Augen; gerades oder leicht konkaves Profil; Ohren zeigen an den Spitzen nach innen; gut angesetzter Hals; mittellanger, tiefer Rumpf; möglichst schräge, lange Schulter; gut bemuskelte Vorder- und Hintergliedmaßen; markante, trockene Gelenke; korrekte Beinstellung; schräge, elastische Fesselung.

Charakter

Er ist ein leichtrittiges Pferd. Es sind freundliche und arbeitswillige Tiere. Mangalarga Marchadores  eignen sich gleichermaßen als Familien- und Freizeitpferd, als auch für ausgedehnte Wanderritte oder, bei gutem Training, auch für größere Distanzritte. Auch der Westernreiter oder Freund vom Dressurreiten findet im menschenbezogenen Charakter des Marchadores einen guten Partner.

Bewegung

Der Mangalarga Marchador und der Mangalarga Paulista, ein anderer Schlag dieser Rasse, haben zwar einen gemeinsamen Ursprung, aber mittlerweile sehr unterschiedliche Entwicklungen durchgemacht. Am einfachsten unterscheidet man sie an der "Marcha". Mangalarga Marchadores können diese Gangart immer, Paulistas nicht. Man unterscheidet zwischen Marcha batida (Trabtölt) und Marcha Picada, einem klaren Viertakt, den man bei uns als Tölt bezeichnet.

Herkunft

Der Mangalarga Marchador wurde vor etwa 100 Jahren in der Nähe von Rio de Janeiro aus einheimischen Stuten mit Andalusiern und einem portugiesischen Altér Real-Hengst, einem Geschenk des Prinzregenten an Baron von Alfenas, gezüchtet. Ein Zuchtverband wurde erst 1949 in Brasilien gegründet. Während es in Brasilien etwa 200.000 dieser Pferde gibt, sind es in Europa nur einige Hundert.

Hätten Sie’s gewusst?

Dem Mangalarga Marchador sehr ähnlich ist eine weitere brasilianische Rasse, der Campolina. Die vor ebenfalls circa 100 Jahren von Cassiano Campolina begründete Rasse hat neben Warmblütern auch Friesen und auch einige schwere Kaltblüter als Vorfahren. Sie haben ein Stockmaß von etwa 160 cm und einen etwas schweren, groben Kopf. Vorherrschend ist die Falbfärbung mit dem charakteristischen Aalstrich.