Knabstrupper

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Steckbrief

  • Größe: ca. 155 – 165 cm
  • Herkunft: Dänemark
  • Farbe: Tigerschecken
  • Charakteristik: Dänische Rasse mit zwei Zuchtrichtungen
  • Eignung: Fahr- und Reitpferd
  • Verwendung: Freizeit, Show, Barockturniere

Aussehen

Auffällig gefleckt, hervorgegangen aus dem Frederiksborger. Die so genannten Tigerschecken können innerhalb dieser ausgefallenen „Tüpfelung“ noch variieren und unterschieden werden. Der Knabstrupper wird in zwei Schlägen gezüchtet, dem leichten, modernen Typus und dem schweren, barocken. Beiden ist oft das Krötenmaul gemeinsam, ein kurzer, kräftiger Rücken und der relativ kurze aber hoch angesetzte Hals sowie ein vergleichsweise üppiger Behang.

Charakter

Die Knabstrupper gelten aus ausgesprochen leistungsbereit und gelehrig. Bekannt sind sie zudem für ihr ausgeglichenes Temperament.

Bewegung

Wie für barocke Pferde typisch eine ausgeprägte Kadenz („Knieaktion“) bei nicht allzu großem Raumgriff. Stehen die Pferde reell an den Hilfen, sind sie ausgesprochen bequem zu sitzen.

Herkunft

Die Stammmutter dieser auffällig gefleckten Pferderasse soll Anfang des 19.Jahrhunderts von einem spanischen Offizier nach Dänemark gebracht und dort an einen Schlachter verkauft worden sein. Dieser verkaufte die andalusische, stichelhaarige Fuchs-Stute jedoch an das Gut Knabstrup weiter, wo sie mit einem Frederiksborger Hengst verpaart wurde. Tigerschecken hat es in der dänischen Pferdezucht aber schon vorher gegeben, doch erst seit der spanische Einfluss dazu kam, teilte man die Linien auf. Später kreuzte man beim Knabstrupper noch Englische Vollbluthengste ein, um Bewegungen und Ausdauer zu verbessern. Seither wird diese ausgesprochen vielseitige Rasse in einer kleinen Liebhaberzucht als "Nebenlinie" zum Frederiksborger weitergezüchtet. Er ist allerdings etwas leichter als dieser, hat ruhiges Temperament und ist sehr gelehrig.

Eignung

Der vielseitige Knabstrupper eignet sich als Freizeitreitpferd genauso wie als Voltigier- und Kutschpferd und ist sogar fürs Westernreiten begabt. Aufgrund seiner aparten Tigerflecken und hohen Dressurbegabung wird er auch gerne als Zirkuspferd eingesetzt.

Hätten Sie’s gewusst?

Ein Blitzschlag bereitete 1891 der Zucht der Tigerschecken in Knabstrup ein jähes Ende. Fast alle Pferde des Schlages kamen ums Leben. Liebhaber kümmerten sich darum, dass mit den woanders lebenden Tieren eine kleine Zucht aufrechterhalten wurde. Vor allem bei uns in Deutschland erfährt der Däne großes Interesse. Das Gestüt Knabstrup existiert als solches heute nicht mehr.