Holsteiner

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Steckbrief

  • Größe: ca. 160 - 172 cm
  • Herkunft: Schleswig-Holstein
  • Farbe: alle Grundfarben, v.a. Braune
  • Charakteristik: Warmblutpferd
  • Eignung: Reit- und Fahrpferd
  • Verwendung: Freizeit, Sport

Aussehen

Warmblüter im Rechtecktyp; gut bemuskelte Kruppe; breite, tiefe Brust; korrekte Beine mit klaren, trockenen Gelenken; langer, schön angesetzter Hals; ausdrucksvoller Kopf mit meist geradem Profil

Charakter

Bodenständige, leistungsbereite, nervenstarke Pferde

Herkunft

Der Holsteiner, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, ist eine der ältesten Pferderassen Deutschlands. Das alte, schwere Marschpferd, ein mittelalterliches Kriegsross, wurde mit dem Aufblühen der Klöster und der Reformation mit Orientalen, Neapolitanern und Spaniern aufgefrischt. Bereits im 16.Jahrhundert war das großrahmige Pferd mit dem damals typischen Ramskopf überall bekannt, Gestüte in Spanien, Italien, Frankreich und Dänemark erstanden Holsteiner. Celle, Dillenburg oder Cordoba begründeten ihre Gestüte mit Hengsten dieser Zucht. Nach den Napoleonischen Kriegen kam auch für die Holsteiner eine schwere Zeit. Der Herzog von Augustenburg importierte allerdings einige gute Vollbluthengste aus England und später kamen weitere Yorkshire-Beschäler hinzu. Besonders "Burlington Turk 81", "Brillant 448" und "Owstwick 254" waren hier von Bedeutung. Nach dem deutsch-französischen Krieg wurde das Gestüt Traventhal bei Segeberg gegründet, 1891 schlossen sich die Züchter zu einem Verband zusammen. Heute ist der Holsteiner ein aufmerksames, nervenstarkes, williges Allround-Talent.

Eignung

Vielseitiges Allroundpferd mit meist ausgeprägtem Springvermögen

Berühmte Vertreter

Die legendäre "Tora", die bei der Olympiade 1936 Gold holte, war ebenso ein  Holsteiner wie Fritz Thiedemanns berühmter "Meteor".
Heute: Cöster, Montender (KWPN-Hengst), Checkmate (ist Hannoveraner, aber Sohn des Holsteiner Stempelhengstes Contender).