Hannoveraner

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Steckbrief

  • Größe: ca. 162 – 175 cm
  • Herkunft: Niedersachsen
  • Farbe: alle Grundfarben
  • Charakteristik: Warmblutpferd
  • Eignung: Reit- und Fahrpferd
  • Verwendung: Freizeit, Sport

Aussehen

Gerader, nicht zu langer Rücken; ausgeprägter Widerrist; gut bemuskelte Kruppe; langer, gut angesetzter und getragener Hals; schlanke, trockene, klare Beine mit ausgeprägten Gelenken; wohl proportinierter, ausdrucksvoller Kopf; gerades Profil

Charakter

Im Laufe der Generationen wurde in ständigem Kontakt mit dem Menschen ein leistungsbereites, vielseitig einsetzbares Pferd geschaffen. Als Hannoveraner gelten nur Pferde, die beim Verband eingetragen sind und den Hannoverschen Brand tragen. Bei der Auswahl der Muttertiere stehen heute Rittigkeit, Charakter und Temperament an erster Stelle. Jedes Jahr werden mehr als 1000 junge Stuten unter einem Reiter vorgestellt, bevor sie zur Zucht zugelassen werden. Auch in der Hengstleistungsprüfung, dem berühmten 100-Tage-Test, wird auf gute Rittigkeit sehr viel Wert gelegt.

Bewegung

Der Hannoveraner Verband stellt in Europa nicht nur die meisten Pferde, sondern weltweit sowohl in der Dressur wie auch im Springen die erfolgreichsten Vertreter. Die Zucht ist darauf ausgerichtet die besten Sportpferde hervorzubringen, aber auch „alltagstaugliche“ Allrounder für den kleinen und mittleren Sport. Dementsprechend verfügen die Pferde über bestes Bewegungspotenzial.

Herkunft

Der Hannoveraner ist die berühmteste und wichtigste Rasse Deutschlands und wird von den besten Reitern in aller Welt geschätzt. Seine Zucht gehört zu den größten geschlossenen Warmblut-Zuchtgebieten auf der Erde. Die eleganten Pferde gehen auf die berühmten hannoverschen "Weißgeborenen" zurück, die im Hofgestüt Memsen und später im Hofgestüt Herrenhausen gezüchtet wurden. Die eigentliche Geschichte dieser Rasse aber begann auf dem Landgestüt Celle in Niedersachsen, das im Jahre 1735 von Georg II. gegründet wurde. Der Kurfürst hatte 1714 die englische Königin geheiratet, Hannover wurde somit Mitglied des Britischen Empire. Für die Pferdezucht, die mit 14 Holsteiner Rappen begonnen hatte, bedeutete dies sehr früh die Einkreuzung englischer Voll- und Halbblut-Pferde. Später wurden auch Hengste aus Mecklenburg und Pommern als Beschäler eingesetzt. Erst als sich die Landwirtschaft zunehmend auf Motorisierung umstellte, wurden gute Wirtschafts- und Kavalleriepferde überflüssig. Mit Hilfe von Vollblut- und Trakehner-Hengsten, z.B. dem berühmten Hengst "Semper idem", gelang nach dem 2.Weltkrieg sehr schnell die Umstellung auf die Zucht eines modernen Reit- und Springpferdes.

Eignung

Vielseitiges Leistungspferd mit gutem Springvermögen; Dressur; Vielseitigkeit; Fahren

Berühmte Vertreter

Shutterfly, Checkmate, Satchmo