Arabisches Vollblut

Foto: Laila Kazakevica / iStockphoto

Steckbrief

  • Größe: ca. 145 – 160 cm Stockmaß
  • Herkunft: Arabien
  • Farbe: Schimmel, Füchse, Braune, Rappen
  • Charakteristik: Edelrasse
  • Eignung: Reit- und Fahrpferd
  • Verwendung: Rennen, Freizeit- und Distanzreiten, Show

Aussehen

Arabische Pferde gelten vielen als die schönsten Pferde der Welt. Der sogenannte Hechtkopf mit der breiten Stirn, der konkaven Nasenlinie, den großen Augen und großen Nüstern wird hoch getragen, ebenso der Schweif. Das Fundament ist ausgesprochen trocken und weist kräftige Gelenke auf. Der Rücken ist eher kurz. Besonders häufig ist die Schimmelfarbe anzutreffen, bei der die großen dunklen Augen besonders gut zur Geltung kommen.

Charakter

Vollblutaraber sind sehr edle Pferde und erweisen sich dementsprechend als ausgesprochen sensibel und temperamentvoll. Dabei sind sie sehr menschenfreundlich und schließen sich eng an „ihren“ Menschen an. Im Umgang sind Vollblutaraber grundsätzlich gutmütig. Leistungsbereit und ehrgeizig zeigen sich diese Pferde unter dem Sattel rittig, hart und ausdauernd.

Bewegung

Die Bewegungen des Vollblutarabers sind schwungvoll und energisch. Die federnden und lockeren Gänge werden oft als schwebend bezeichnet. Im Galopp erreichen arabische Pferde hohe Geschwindigkeiten. Die hohe Kopfhaltung hat dem Vollblutaraber den Namen „Trinker der Lüfte“ eingebracht; der hoch gehaltene, wehende Schweif wird als „Fahne des Propheten“ bezeichnet.

Herkunft

Die arabische Rasse ist sehr alt. Schon aus vorislamischer Zeit gibt es Berichte über diese Pferde. Im 7. Jahrhundert erkannte Mohammed den Wert guter Pferde für den Krieg und wurde zu einem Fürsprecher des arabischen Pferdes; im Koran werden die Gläubigen zur Reinzucht aufgefordert. Inzwischen hat sich die arabische Rasse über die ganze Welt verbreitet und als Veredler viele andere Rassen beeinflusst und geprägt.

Eignung

Aufgrund ihrer Schönheit sind Vollblutaraber als Schau- und Zirkuspferde beliebt. Auf der Rennbahn fühlen sich die leichtfüßigen Pferde zuhause, und auch unter dem Westernsattel sind sie anzutreffen, ebenso wie im Dressurviereck und sogar vor leichten Wagen. Viele Freizeitreiter schwören auf den Vollblutaraber. Doch in einer Disziplin sind Vollblutaraber unschlagbar: im Distanzsport.

Haltung

Arabische Pferde haben einen großen Bewegungsdrang und sind daher für die Boxenhaltung ungeeignet. Sie brauchen die freie Bewegung und die Aktivität in einer Pferdeherde, keine Langeweile in der Box. Vollblutaraber bilden ein feines Winterfell aus. Als Wüstenpferde sind sie große Temperaturunterschiede gewöhnt und können bei trockener Luft problemlos draußen leben, nicht jedoch bei Nässe und feuchter Kälte. Ein trockener und zuggeschützter Unterstand ist daher unverzichtbar. In der Fütterung erweisen sie sich oft als erstaunlich anspruchslos. (=> artgerechte Haltung, Fütterung)

Hätten Sie’s gewusst?

Der Körperbau des Vollblutarabers weist eine Besonderheit auf: Oft haben diese Pferde einen Lendenwirbel weniger. Während Pferde normalerweise sechs Lendenwirbel haben, weisen Vollblutaraber oft nur fünf Lendenwirbel auf.