Vitaminbeet im Wohnungsgehege
Die empfindlichen Mägen von Nagern reagieren heftig auf gespritztes Grün. Bieten Sie lieber unbehandeltes Frischfutter aus eigenem Anbau.
Frisches Obst und Gemüse versorgt Nager nicht nur mit den notwendigen Vitaminen, sondern auch mit ausreichend Flüssigkeit, denn die meisten kleinen Nager versorgen sich lieber übers Futter damit, als ihren Durst mit Wasser zu löschen. Mit dem Ende der Pflanzensaison in unseren Breitengraden können Sie Ihre kleinen Heimtiere allerdings entweder mit Treibhauskost versorgen oder mit zwecks Haltbarkeit behandeltem Frischfutter. Leider reagieren gerade die Kleinsten unter den Heimtieren auf die Schadstoffe im Salat und die Pestizid- bzw. Insektizid-Rückstände in Früchten und Gemüse hochempfindlich mit Verdauungsstörungen bis hin zu Vergiftungserscheinungen. Deshalb sollten Sie die Frischkost im Winter deutlich reduzieren.
Oder Sie säen Ihr Wintergrün selbst an. Sie brauchen nur ein paar geräumige Pflanzgefäße, Garten- oder Blumenerde und Getreidesaat. Weizen und Hafer erhalten Sie im Zoofachhandel oder in Reformhäusern. Nach der Aussaat brauchen die Keimlinge unbedingt einen hellen Fensterplatz (oder eine Sonnenlichtbirne), viel gleichmäßige Wärme und natürlich Wasser. Nach ein bis zwei Wochen können Sie die grüne Vitaminbombe anbieten. Zum Beispiel, indem Sie das Beet in einen Irrgarten stellen, durch den sich die Tiere durchfinden müssen. Wer ständig nachwachsendes Grün anbieten möchte, kann auch Grassamen säen, allerdings dauert dessen Wachstum länger, und Sie müssen die Erde mit Steinen schützen, bevor Sie das Grün anbieten. Dann können Sie die Wiese immer wieder nachwachsen lassen, wohingegen Weizen und Hafer – einmal verspeist – höchstens noch für den Komposthaufen Nutzen bringen. (Ursula Birr)
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