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Wie atmen Fische?
Zusatzinformation zum Artikel "Durstige Fische" aus "Ein Herz für Tiere" 05/2007
Im Wasser haben Fische uns Menschen einiges voraus, denn im Gegensatz zu uns sind sie in der Lage unter Wasser zu atmen. Um den gelösten Sauerstoff aus dem Wasser gewinnen und verwerten zu können, benötigen sie allerdings spezielle Atmungsorgane: die Kiemen. Ein Fisch, der in Ruhe auf der Stelle „steht“, atmet in der Regel aktiv, indem er durch Heben und Senken des Mauls einen Wasserstrom durch den Mund- und Rachenraum erzeugt. Verlässt das eingesogene Wasser durch die Kiemenöffnungen den Körper, passiert es dabei die stark durchbluteten Kiemenlappen, wobei der gelöste Sauerstoff durch die dünne Kiemenhaut in die fein verzweigten Blutgefäße dringt.
Diesen Luxus einer aktiven Atmung können viele Hai-Arten nicht genießen. Vor allem Hochseehaie, zu denen zum Beispiel der berüchtigte Weiße Hai gehört, müssen immerzu mit geöffnetem Maul schwimmen, um den nötigen Wasserstrom durch ihre Kiemenspalten zu ermöglichen. Sogar während ihrer Ruhephasen schlafen sie schwimmend. Andere Haiarten lassen sich dagegen auf dem Meeresboden zur Ruhe nieder, wählen dabei aber Orte mit einer ausreichenden Meeresströmung, um sich ihr mit geöffnetem Maul entgegenzurichten.
Diese so genannte passive Atmung ist übrigens auch der Grund, warum Haie meist nur tot aus Fischernetzen geborgen werden – sie sind schlichtweg erstickt.
