Titelseite der Tierzeitschrift Ein Herz fuer Tiere

 

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Hufpfleger

Der Hufpfleger ist wie der Hufschmied für die Pflege und die Gesundheit von Pferdehufen zuständig.

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Berufsbild

In zwei Punkten unterscheiden sich der Hufschmied und der Hufpfleger voneinander. Während der Hufschmied aus der Metallbranche kommt und die Ausbildung einem Lehrberuf gleichgestellt ist, ist der Hufpfleger ein Fortbildungsberuf. Und nur der Hufschmied darf Pferde mit Eisen beschlagen. 

Ausbildung

Der Hufpfleger ist ein Fortbildungsberuf, d. h. der Schüler bildet sich in diversen Kursen fort, die er auch nachweisen muss, um an der Abschlussprüfung teilnehmen zu können. Dazu gehört u. a. eine 50 Tage Mitfahrpraktikum, an denen er einen ausgebildeten Hufpfleger begleitet, selber die Hufe von mindestens Pferden bearbeitet haben muss und dies auch dokumentiert hat. Der Lernstoff ist in Schulplänen festgelegt, die Kurse finden zumeist an privaten Schulen statt, die aber staatlich anerkannt sein müssen. Die Kurse werden meist an den Wochenenden abgehalten und laufen über ca. 1,5 Jahre. Abschließend muss eine staatlich anerkannte Prüfung abgelegt werden. Hufpfleger können sich durch einen weitere Lehrgänge zum Huftechniker fortbilden.


Voraussetzungen

Die Ausbildung kostet Geld und Zeit und läuft in der Regel berufsbegleitend, d. h. neben einer anderen beruflichen Tätigkeit. Persönliche Voraussetzungen: Das Verhalten und die Psyche des Pferdes sollten dem angehenden Hufpfleger vertraut sein. Da er harte körperliche Arbeit leistet, sollte der Hufpfleger gesund und kräftig sein.

Besonderheiten

Die Prüfung zum "Fachagrarwirt Hufpflege" wird von der Bayerischen Landesanstalt für Tierzucht abgenommen. Voraussetzung hierfür ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Tier-, Land- oder Pferdewirt und eine dreijährige Tätigkeit in einem dieser Berufe.