Info zu Tierpensionen

Zugegeben, Tierpensionen sehen nicht selten wie Kasernen aus, doch darauf kommt es unseren Tieren nicht an.

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Wegen der von ihnen ausgehenden Tiergeräusche und der darauf so empfindlich reagierenden Städter, liegen Tierpensionen oft dort, wo die Prärie beginnt – wo die Grundstücke erschwinglicher werden. Halten wir uns jedoch nicht mit Äußerlichkeiten auf, denn der vierbeinige Liebling pfeift ohnehin darauf. Ihn berührt die Gesellschaft, die Pflege, das Futter, die Zuwendung, die Unterhaltung weit mehr als der Komfort.

Hundepensionen

Gute Tierpensionen bieten deshalb neben ausreichenden Schlaf- und Wohnboxen oder -zimmern, die beheizt, belüftet und beleuchtet sein sollten, auch große Freilaufgehege, Spielplätze und Kommunikationszentren an. Hunde sind meistens von den anderen Insassen so abgelenkt und fasziniert, dass sie ganz schnell zu trösten sind. Schon bald nach dem Abschied nehmen sie ihre übliche Gelassenheit wieder auf. Für sehr verwöhnte Schoßhunde sollte man allerdings Sondervereinbarungen mit viel Streichel- und Spieleinheiten treffen (die natürlich mehr kosten). Raufer und Griesgrämer müssen natürlich in Solo-Unterkünfte; wenn das nicht gewährleistet ist, dann suchen Sie besser eine andere Pension. Läufige Hündinnen werden meistens nicht genommen. Planen Sie deshalb Ihren Urlaub danach. Tiere ohne ausreichenden Impfschutz werden ebenfalls nicht genommen, und das ist auch gut so.

Katzenpensionen

Katzen werden zunächst leiden. Lassen Sie sie unbedingt so unterbringen, wie sie es zu Hause gewohnt sind, also Solokatzen alleine. „Gesellschaftstiger“ vielleicht zusammen mit anderen, aber das muss ausgetestet werden. Viele Katzen verbringen die Abwesenheit ihrer Besitzer in Apathie, das heißt, sie verschlafen die Zeit. Achten Sie deshalb darauf, dass die Unterkünfte gut eingerichtet sind mit Schlafhöhlen, erhöhten Sitzgelegenheiten, Kratzbäumen, evtl. auch Ausblicken aus dem Fenster und vielleicht sogar Auslauf ins Freigehege (für Freilauf gewohnte Katzen). Jede Katze wird versuchen, aus der Tierpension zu fliehen. Achten Sie deshalb gerade bei Katzen unbedingt auf Ausbruchsicherheit der Pension.
Buchen Sie Ihr Tier in keiner Pension ein, in der Sie nicht die Unterbringung der anderen Tiere begutachten dürfen und in der man sich keine Zeit für ein ausführliches Gespräch mit Ihnen nimmt.

Übrigens: Gute Tierpensionen sind immer schnell ausgebucht. Reservieren Sie rechtzeitig und erkundigen Sie sich nach den Bedingungen und Impfungen.

Preise:

Tagespreise zwischen 15 und 30 Euro bei Katzen; zwischen 15 und 40 Euro bei Hunden; Sonderwünsche kosten immer extra.

Worauf Sie achten sollten:

  • Fachkompetenz der Pfleger
  • Kommt ein Tierarzt regelmäßig ins Haus?
  • Wie gut werden die Tiere gepflegt, gestreichelt und ausgeführt?
  • Welchen Eindruck machen die betreuten Tiere?
  • Sind die Unterkünfte beheizt und sauber?
  • Sind die Unterkünfte ausbruchssicher?
  • Wird auf alle wichtigen Impfungen wert gelegt?
  • Werden nur Tiere zusammengesetzt, die sich vertragen?
  • Stimmen Prospekt und Wirklichkeit überein?
  • Kann man Sonderwünsche erfüllen lassen?
  • Gibt es genügend Gassi-Geher?

Was Sie tun müssen:

  • Rechtzeitig reservieren
  • Alle Impfungen und Prophylaxen besorgen
  • Eigenschaften und Vorlieben Ihres Tieres nennen
  • Dem Tier Gegenstände von zu Hause mitgeben
  • Pflegeanweisungen geben
  • Die Anschrift Ihres Tierarztes hinterlassen
  • Ihre Urlaubsanschrift und die Anschrift einer anderen Kontaktperson zurücklassen

Eine Liste der Tierpensionen gibt es leider nicht. Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Ihren Tierschutzverein, ob er Ihnen eine gute Tierpension benennen kann.
Adressen von Tierpensionen und Tierheimen, die Tiere von Reisenden versorgen, gibt es bei:
Deutscher Tierschutzbund, Urlaubsberatungstelefon Anfang Mai - Mitte September, mo - fr von 10 - 18 Uhr. Tel. 0228/6 04 96 27