Nationalpark Thayatal

Trotz seiner geringen Größe ist der Nationalpark Thayatal Heimat für viele verschiedene Tiere. Hier fühlen sich der seltene Fischotter am Fluss und der scheue Dachs im Wald wohl.

Steckbrief:

  • Lage: Niederösterreich
  • Größe: 13,3 km²
  • Landschaft: Wald
  • Tiere: Fischotter, Bussard, Smaragdeidechse
  • Besonderheiten: Burg Hardegg, Ruine Kaja

Tiere:

Trotz seiner geringen Größe ist der Nationalpark Thayatal Heimat für viele verschiedene Tiere. So fühlt sich der seltene Fischotter am Fluss und der scheue Dachs im Wald wohl. Zu den zahlreichen Vogelarten zählen Kolkraben, Schwarzstörche, Bussarde, Wanderfalken, Schwarzspechte und Uhus. Der eindrucksvolle Seeadler ist im Winter regelmäßiger Gast im Nationalpark. Unter den Amphibien und Reptilien fällt neben Schlingnattern und Kammmolchen vor allem die grünliche Smaragdeidechse auf. Mit etwas Glück kann man sie beim Fliegenfangen beobachten.

Attraktionen:

Naben der einzigartigen Natur sind auch zwei beeindruckende Bauwerke im Nationalpark zu sehen. Die Burg Hardegg und die Ruine Kaja. Die Burg Hardegg wird 1145 das erste Mal urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrmals den Besitzer. Ab Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie nicht mehr bewohnt und verfiel. Erst 200 Jahre später wurde sie von Johann-Carl Fürst Khevenhüller-Metsch wieder aufgebaut und mit dem „Maximilian-von-Mexiko-Museum“ versehen. Heute ist die Burg größtenteils eine Ruine. Die erhaltenen Teile des Gebäudes sind für Besucher zugänglich. Neben dem schon erwähnten Museum gibt es noch eine Waffensammlung und ein Heimatmuseum in der Burg. Die Feste Kaja wurde vermutlich Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Auch sie ging durch mehrere Hände, bis sie ab 1588 nicht mehr genutzt wurde und verfiel. Heute kümmert sich ein Verein um die Erhaltung der Ruine. Ein kleiner Teil wurde wieder benutzbar gemacht. Dort befindet sich ein Museum. Zudem finden im Vorhof jedes Jahr Burgspiele statt.

Aktivitäten:

Neben Besuchen der beiden Burgen gibt es noch viele weitere Aktivitäten im Nationalpark. Egal ob man nur einen kurzen Spaziergang machen oder mehrere Stunden die Natur erkunden möchte, im Thayatal gibt es für jeden die passende Wanderroute. Zudem gibt es einen bequem begehbaren Themenweg, der auch für Kinderwägen geeignet ist. Auf einem 40 km langen Weg durch den Nationalpark bis in die Tschechische Republik können Radfahrer den Park entdecken. Im Nationalparkhaus gibt es eine 200 m² große Ausstellung mit dem Titel „Naturgeschichten – ThayaTales“. Hier können sich Besucher mit Händen, Augen, Nasen und Ohren über den Nationalpark und seine Bewohner informieren. Außerdem gibt es dort einen Shop und ein Café. Das ganze Jahr über werden geführte Touren zu den unterschiedlichsten Themen angeboten. So kann man beispielsweise mit dem Nachtwächter losziehen oder nach Elfen und Feen Ausschau halten. Für Kinder und Schulgruppen gibt es auch spezielle Angebote.

Anreise:

Mit Bus und Bahn:
Erstes Ziel mit der Bahn ist der Bahnhof Retz. Aus Wien fahren regelmäßig Züge in diese Stadt. Von Retz gelangt man mit Taxi Bus oder Rad nach Hardegg und zum Nationalparkhaus.

Unterkunft und Verpflegung:

Obwohl Hardegg die kleinste Stadt Österreichs ist gibt es dort einige Unterkunftsmöglichkeiten. Ein Gasthof, mehrer Privatzimmer und Ferienwohnungen stehen zur Verfügung. Auch einen Campingplatz gibt es dort. Zudem findet man in Hardegg Cafés, Gasthäuser und ein Freibad. Aber auch in anderen Städten in der Nähe des Parks, wie zum Beispiel Merkersdorf, gibt es Übernachtungsmöglichkeiten.

Kontakt:

Nationalpark Thayatal  
2082 Hardegg
E-Mail: office@np-thayatal.at
Tel.: (+43) 2949 70050
Internet: www.np-thayatal.at

Öffnungszeiten
: ganzjährig
Eintritt: frei
Behindertengerecht: kaum
Hunde: erlaubt; Leinenzwang

(Alexandra Frankh)