Nationalpark Unteres Odertal

In der durch den ständig schwankenden Wasserspiegel der Oder entstandenen Auenlandschaft sammeln sich zu den Flugzeiten im Herbst viele Vogelarten. Riesige Scharen von Enten, Gänsen und Kranichen sind dann dort anzutreffen.

Steckbrief:

  • Lage: Brandenburg
  • Größe: 105 km²
  • Landschaft: Flussauen
  • Tiere: Biber, Seeadler, Weißstorch
  • Besonderheiten: Polder, Tal der Liebenden

Tiere:

In der durch den ständig schwankenden Wasserspiegel der Oder entstandenen Auenlandschaft sammeln sich zu den Flugzeiten im Herbst viele Vogelarten. Riesige Scharen von Enten, Gänsen und Kranichen sind dann dort anzutreffen. Auch Singschwäne nutzen die Rastmöglichkeiten in der Auenlandschaft. Zu den auffälligsten Vogelarten des Unteren Odertals zählen der Seeadler und der Weißstorch. Neben den Vögeln leben auch viele Säugetiere im Park, wie beispielsweise Fischotter, Rotfüchse, Dachse und Biber.  

Attraktionen:

Im Nationalpark Unteres Odertal befindet sich die einzige noch intakte Polder-Landschaft Deutschlands. Das Ostufer der Oder geht steil nach oben, sodass es vor Überflutungen geschützt ist. Das Westufer jedoch ist eher flach und wurde auf Grund dessen großzügig eingedeicht. Direkt an der Oder wurden Sommerdeiche errichtet, weiter entfernt die höhern Winterdeiche. Die Sommerdeiche werden im November geöffnet, damit der Fluss sich ungehindert ausbreiten kann. Die zwischen den Deichen liegenden Polderwiesen sind charakteristisch für den Nationalpark. Im Sommer kann man über die weiten Wiesen wandern, im Winter werden sie in eine Auenlandschaft verwandelt die beeindruckende Vogelscharen anzieht. Für alle Verliebten und alle einsamen Herzen, die es noch werden wollen, gibt es im Nationalpark ein ganz besonderes Plätzchen: das Tal der Liebenden. Anna Sophie von Humbert ließ dort einst einen Park anlegen als ihr Mann auf Dienstreise war. Heute ist der Park verwildert und hat sich fast vollständig in einen natürlichen Wald zurückgebildet. Aber gerade das verleiht diesem Ort eine einzigartige verwunschene und romantische Atmosphäre.

Aktivitäten:

Das Besucherzentrum des Nationalparks befindet sich im Schloss des kleinen Städtchens Criewen. Dort findet man jede Menge Ausstellungen und Informationen rund um den Nationalpark. Außerdem befindet sich dort ein großes Aquarium, das über 20 einheimische Fischarten zeigt. Es gibt viele Möglichkeiten den Nationalpark mit dem Rad oder zu Fuß, allein oder mit professioneller Führung zu erkundet. Dafür stehen 52 ausgeschilderte Rad- und Wanderwege zur Verfügung. Des Weiteren werden drei interessante Lehrpfade geboten. Auch der 400 km lange Oder-Neiße Radweg läuft durch den Park. Die Mitarbeiter des Parks bieten zudem am vielen Wochenenden kostenlose Führungen an. Man kann den Nationalpark auch von der Oder aus mit dem Kanu entdecken. Bei den vielen verschiedenen Angeboten ist für jeden etwas dabei. Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Packeseltour. Den Park mit Eseln zu durchstreifen mach besonders viel Spaß. Diese Unternehmung ist auch familienfreundlich, da die Kleinen einfach einmal ein Stückchen reiten können, wenn sie zu müde werden.

Anreise:

Mit Bus und Bahn:
Es fahren etwa stündlich Züge von Berlin und Potsdam nach Schwedt/Oder. Von dort gelangt man mit Bussen bequem zum Besucherzentrum in Ciewen.

Unterkunft und Verpflegung:

Im und um den Nationalpark gibt es zahlreiche Pensionen und Hotels. Wer lieber etwas billiger reist kann auch Zeltplätzen nächtigen. Jugendherbergen in der Nähe des Parks befinden sich in den Städten Bad Freienwalde und Letschin. In Schwedt/Oder gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, sowie Museen, Theater und ein Kino.

Kontakt:

Nationalpark Unteres Odertal
16303 Schwedt/Oder
Email: natur@unteres-odertal.de
Tel.: 03332 / 250810                
Internet: www.nationalpark-unteres-odertal.eu

Öffnungszeiten
: ganzjährig
Eintritt: frei
Behindertengerecht: ja
Hunde: erlaubt; Leinenzwang

(Alexandra Frankh)