Nationalpark Hainich

Im Nationalpark leben insgesamt 46 Säugetierarten. Die verschiedenen Fledermäuse machen allein 14 davon aus. Neben Rehen, Wildschweinen und Baummardern findet man im Park Wildkatzen.

Steckbrief:

  • Lage: Thüringen
  • Größe: 76,1 km²
  • Landschaft: Buchenwald
  • Tiere: Wildkatze, Schwarzstorch, Fledermäuse
  • Besonderheiten: Baumkronenpfad

Tiere:

Im Nationalpark gibt es insgesamt 46 Säugetierarten. Die verschiedenen Fledermäuse machen allein 14 davon aus. Neben Rehen, Wildschweinen und Baummardern findet man im Park auch noch Wildkatzen, etwa 30 Exemplare leben im Hainich. Zu der Vogelwelt dieses Waldes zählen unter anderem der Schwarzstorch und sieben verschieden Spechtarten. Außerdem können jede Menge Schmetterlinge und Libellen beobachtet werten. Aus den Reihen der Amphibien sind unter anderem Gelbbauchunken und Kreuzkröten vertreten.

Attraktionen:

Der Nationalpark Hainich ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet der Welt. Dieser Wald ist größtenteils unberührt und ungenutzt, so dass hier ein Urwald entstehen kann. Unter den Laubbäumen hat die Buche das höchste Vorkommen und wird sich wohl auch in Zukunft durchsetzen. Im Nationalpark kann man den urwaldähnlichen Laubwald seit dem Jahre 2005 einmal von einer anderen Perspektive genießen: Ein 308 m langer Baumkronenpfad verläuft knapp unter den Wipfeln der Bäume in 25 m Höhe und ermöglicht einen herrlichen Ausblick über den Nationalpark. Zudem gibt es dort auch einen Baumturm mit Baumhaus, der sogar über die Bäume hinaus ragt. Von dort hat man die beste Aussicht und es gibt zudem eine Ausstellung die über die Landschaftsentwicklung der Region informiert. Auf dem Baumkronenpfad kann man oft Fledermäuse, Spechte und andere fliegende Waldbewohner antreffen.

Aktivitäten:

Wandern ist eine sehr beliebte Freizeitmöglichkeit im Nationalpark. Insgesamt 17 Wanderwege stehen zur Verfügung. Darunter gibt es auch einige Erlebnispfade. Der Erlebnispfad Brunstal ist hierbei speziell auf Rollstuhlfahrer und sehbehinderte Besucher zugeschnitten. Man kann die Natur entweder auf eigene Faust erkunden oder durch professionelle Führungen viel Interessantes erfahren. Auf vielen der Wanderwege darf auch mit Fahrrädern gefahren werden. Außerdem gibt es zwei längere Radrouten, eine von Osten nach Westen und eine von Norden nach Süden. Statt mit zwei Rädern kann man den Park aber auch mit vier Rädern oder Kufen erkunden. In vielen Orten um den Park werden Planwagenfahrten und Schlittenfahren, je nach Jahreszeit, angeboten. Auch Kinder kommen im Nationalpark Hainich nicht zu kurz. Neben den Erlebnispfaden gibt es auch noch einen Märchenpfad und im „WiKaKiWa“, dem Wildkatzenkinderpark, können die Kleinsten neben Waldgeistern noch jede Menge mehr entdecken. Zudem gibt es spezielle Führungen für Kinder. An den Informationsstellen im Park kann man mehr über den Wald und seine Bewohner erfahren. Der ideale Ausgangspunkt ist die Nationalpark-Information in Lauterbach bei Eisenach.

Anreise:

Mit Bus und Bahn:
Um zur Nationalpark-Information in Lauterbach zu gelangen fährt man mit der Bahn bis zum Bahnhof Eisenach. Von dort gelangt man werktags mit dem normalen Busverkehr nach Lauterbach. An Wochenenden und Feiertagen fahren von Mai bis Oktober Wanderbusse unter anderem nach Lauterbach. Zudem gibt es in diesem Zeitraum den „Hainich-Express“, der direkt in den Park fährt.

Unterkunft und Verpflegung:

In den Städten um den Nationalpark herum, wie Eisenach, Mühlhausen oder Bad Langensalza, gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Vom Hotel über die Pension bis hin zu Gästezimmern wird hier alles geboten. Es gibt auch einige Jugendherbergen in der Umgebung, eine davon im Gebäude der Nationalpark-Information in Lauterbach. Als preiswerte Schlafmöglichkeiten gibt es zudem Campingplätze um den Nationalpark herum.

Kontakt:

Nationalpark Hainich
99947 Bad Langensalza
E-Mail: NP_Hainich@forst.thueringen.de
Tel.: 03603/39070
Internet: www.nationalpark-hainich.de

Öffnungszeiten: ganzjährig
Eintritt: frei; 6 Euro pro Person für Baumkronenpfad
Behindertengerecht: ja
Hunde: erlaubt; Leinenzwang

(Alexandra Frankh)