So viel Schlaf braucht Ihr Hund wirklich

Hunde brauchen weit mehr Schlaf als viele denken. Was Sie dafür tun können, damit Ihr Hund gesund und ruhig schläft, erfahren Sie hier. 

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Hunde brauchen sehr viel Schlaf.© stock.adobe.com/Przemyslaw Iciak

Nur wenn Ihr Hund ausreichend und erholsam schläft, bleibt er gesund und glücklich. Deshalb sollten Sie die Ruhephasen Ihres Hundes niemals stören. Wie viel Schlaf Ihr Hund wirklich braucht und was Sie tun können, um seinen Schlaf zu verbessern, erfahren Sie hier. 

So viel Schlaf brauchen Hunde

Wie viel Ihr Hund täglich schlafen sollte, hängt davon ab, wie alt er ist. Welpen brauchen wesentlich mehr Schlaf als erwachsene Hunde. Allgemein sollten sich gesunde Hunde so lange ausruhen:

  • Welpen und Junghunde: ca. 20 bis 22 Stunden pro Tag
  • erwachsene Hunde: ca. 12 bis 20 Stunden pro Tag
  • ältere Hunde: ca. 15 bis 22 Stunden pro Tag
Bei diesen Angaben handelt es sich um grobe Richtwerte zur Orientierung. Dabei sind auch Ruhephasen, in denen der Hund nur döst, mit einberechnet.

Doch auch die Gesundheit eines Hundes beeinflusst, wie lange er schlafen muss. Kranke Hunde brauchen unter Umständen ebenfalls bis zu 22 Stunden Schlaf täglich. Erkältete und frisch operierte Hunde erholen sich beispielsweise, indem sie viel schlafen.

Beachten Sie, dass manche Hunderassen regelrecht dazu überredet werden müssen, sich auszuruhen. Deutsche Schäferhunde oder Australian Shepherds ignorieren beispielsweise häufig, dass sie schlafen müssen. Sie wurden für die Arbeit mit dem Menschen gezüchtet und sind deshalb besonders aktiv. Rassen wie der Mops oder die Französische Bulldogge gelten hingegen als eher ruhige Hunderassen.

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Manche Hunde muss man zum Schlafen überreden.© stock.adobe.com/Кристина Корнеева
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Tiefer und leichter Schlaf

Natürlich schläft kein gesunder Hund 20 Stunden durch. Hunde befinden sich viele Stunden täglich im leichten Schlaf, wenn sie dösen und sich ausruhen. Das ist nicht gleichzusetzen mit dem festen Tiefschlaf der Hunde.

Dösen und ruhen

Legt sich Ihr Hund hin und schließt er seine Augen, kann er trotzdem noch wach sein. Denn seine Ohren und seine Nase nehmen weiterhin die Umgebung wahr. Sie erkennen, dass Ihr Hund nur leicht vor sich hin döst, wenn er sofort die Augen öffnet und den Kopf streckt, sobald er etwas Interessantes wahrgenommen hat.

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Der Hund nimmt seine Umgebung noch deutlich wahr.© stock.adobe.com/ M.Dörr & M.Frommherz

Erholen und ausruhen

Auch diese Phase gehört zum leichten Schlaf. Meist hat der Hund dabei seine Augen geschlossen, kuschelt sich zu seinem Menschen auf die Couch oder hat sich ein anderes ruhiges, bequemes Plätzchen gesucht. Jetzt ist er schon dabei, sich wirklich zu erholen. Stören Sie Ihren Hund also jetzt besser nicht.

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Auch diese Schlafphase darf nicht gestört werden. © stock.adobe.com/zoranlino

Tiefschlaf

Ungefähr sechs bis acht Stunden schläft Ihr Hund täglich tief und fest. Hunde brauchen den Tiefschlaf unter anderem, um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. In dieser Phase träumen Hunde auch. Sie sollten jetzt unbedingt davon absehen ihn zu wecken, sonst kann er sich nicht richtig erholen.

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Im Tiefschlaf verarbeiten Hunde Erlebtes.© stock.adobe.com/Sonja Birkelbach

Schlafmangel bei Hunden

Ob Ihr Hund zu wenig geschlafen hat, erkennen Sie an seinem Verhalten. Hunde, die sich einmalig zu wenig ausgeruht haben, sind häufig überdreht. Kommt der Hund längere Zeit nicht zur Ruhe, nimmt seine Konzentration ab.

Hunde, die dauerhaft zu wenig schlafen, sind oft gereizt und nervös. Auch aggressives Verhalten ist möglich. Außerdem ist die Gesundheit gefährdet: Hunde, die oft zu wenig schlafen, haben ein geschwächtes Immunsystem und werden schneller krank.

Bekommt der Hund noch immer nicht ausreichend Schlaf, können schwere, chronische Krankheiten die Folgen sein. Es ist also wichtig, dass Sie frühzeitig reagieren und Ihren Hund helfen, erholsamen Schlaf zu finden.

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Hunde mit Schlafmangel sind oft gereizt.© stock.adobe.com/Art_man

So schläft Ihr Hund noch besser

Damit Ihr Hund gesund, tief und erholsam schlafen kann, sollten Sie für klare Tagesstrukturen sorgen. Darf Ihr Hund sich jeden Tag zur selben Zeit ausruhen, spielt sich sein Körper automatisch auf diese Ruhe- und Schlafpausen ein.

Viele Hunde wollen sich in der Nähe ihrer Bezugsperson ausruhen. Ob Ihr Hund Sie liebt zeigt sich daran, ob er proaktiv den Körperkontakt zu sucht, oder nicht. Für sie ist das einer der vielen Wege, um uns ihre Liebe zu zeigen. Verzichten Sie dann aber besser auf laute Gegenstände, wie den Staubsauger oder den Föhn. Lärm stört auch den Hundeschlaf.

Auch Ihr Hund schläft am besten, wenn er es bequem hat. Sorgen Sie für den richtigen Hundekorb und stellen Sie ihn an den richtigen Ort. Beachten Sie diese einfachen Regeln, kann Ihr Hund sicherlich gut schlafen. Und das ist wichtig: Nur Hunde, die ausreichend schlafen, bleiben gesund und glücklich.

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