Nationalpark Harz

Zu den häufigsten Säugetierarten im Nationalpark Harz gehören Rot- und Rehwild. Luchs und Wildkatze, zwei Arten, die in dieser Gegend bereits ausgestorben waren, konnten erfolgreich wiederangesiedelt werden.

Steckbrief:

  • Lage: Niedersachsen und Sachsen-Anhalt´
  • Größe: 247 km²
  • Landschaft: Wälder, Berge
  • Tiere: Luchs, Wildkatze, Waschbär 
  • Besonderheiten: Brocken 

Tiere:

Zu den häufigsten Säugetierarten im Nationalpark Harz gehören Rot- und Rehwild. Aber auch Luchs und Wildkatze, zwei Arten die in dieser Gegend schon ausgestorben waren, sind wieder erfolgreich angesiedelt worden. Weitere Säugetiere sind der Waschbär, der Marderhund und das europäische Mufflon, ein Wildschaf. Bei den Vögeln gibt es unter anderem Schwarzstörche, Wanderfalken und die wieder eingebürgerten Auerhühner. Zu den kleineren Vogelarten im Park zählen die Haubenmeise, die Tannenmeise und der seltene Sperlingskauz.

Attraktionen:

Im Nationalpark Harz liegt das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands. Seine höchste Erhebung und zugleich seine größte Attraktion ist der Brocken. Dieser Berg ragt 1.141 m über den Meeresspiegel hinaus. Der Brocken wird auch Blocksberg genannt und ist als solcher sagenumwoben. Zu Zeiten der Hexenverbrennungen warf man den Angeklagten vor sie würden sich an geheimen Orten zu Versammlungen und Tänzen, beispielsweise in der Walpurgisnacht, treffen. Der Brocken wurde damals für einen solchen geheimnisvollen und dunklen Ort gehalten. Das lag wahrscheinlich mitunter daran, dass seine Spitze meistens von Nebel umgeben ist und so gespenstische Wolkenformationen Wanderer seit jeher erschreckten. Die Faszination des Blocksberges erfasste auch Johann Wolfgang von Goethe, der diesen schauderhaften Berg in den „Faust“ einarbeitete.

Aktivitäten:

Der Nationalpark hat ein breites Angebot an Aktivitäten. Auch hier steht das Wandern an erster Stelle. Die ausgeschilderten Wanderwege im Nationalpark umfassen insgesamt 290 km. Wer die Natur mit professioneller Anleitung entdecken will kann an geführten Wanderungen teilnehmen. Einige davon gehen über mehrere Tage, so kann man beispielsweise beim Harzer-Hexen-Stieg auf Hexensuche gehen. Für Kinder gibt’s den Löwenzahn-Entdeckerpfad, der nach der gleichnamigen Fernsehserie benannt wurde. Dort können die kleinsten Tierspuren entziffern und Holz untersuchen. Im und um den Nationalpark gibt es zudem viele Informationsstellen und Nationalparkhäuser. Das älteste befindet sich in Altenau-Torfhaus. Dort gibt es eine Multimedia-Ausstellung, eine Tonbildschau und einen Waldlehrpfad. Von dort werden außerdem geführte Veranstaltungen angeboten. Sportfans können im Nationalpark Mountainbike fahren oder Gleitschirmfliegen. Wer es lieber etwas gemütlicher hat kann die Umgebung vom Planwagen oder der Kutsche aus beobachten. Im Winter ist das Langlaufen eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

Anreise:

Mit Bus und Bahn:
Den Nationalpark kann man von allen Seiten, ja sogar von zwei unterschiedlichen Bundesländern aus, betreten. Um zum Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus zu gelangen fährt man mit dem Zug bis zum Bahnhof in Bad Lauterberg oder Herzberg am Harz. Von dort fahren Busse nach Torfhaus zum Nationalparkhaus.

Unterkunft und Verpflegung:

In der Nationalparkregion stehen viele Unterkünfte zur Verfügung. Ferienwohnungen und Pensionen sind hierbei am häufigsten vertreten. Es gibt jedoch auch zahlreiche Hotels und in einigen Städten, wie Altenau und Schierke, sind Jugendherbergen vorhanden. In eben genannten Städten und einigen weiteren gibt es zudem Zeltplätze. In den Orten rund um den Nationalpark gibt es Einkaufsmöglichkeiten sowie Restaurants und Cafés. Sechs Nationalpark-Waldgaststätten sorgen zudem für das leibliche Wohl während längerer Wanderungen.

Kontakt:
Nationalpark Harz
38855 Wernigerode
E-Mail: poststelle@nationalpark-harz.de
Tel.: 03943 / 55020
Internet: www.nationalpark-harz.de

Öffnungszeiten
: ganzjährig
Eintritt: frei
Behindertengerecht: ja
Hunde: erlaubt; Leinenzwang