Krankheiten beim Pferd

Typische Krankheiten bei Pferden - das sollten Pferdehalter beachten

Majestätisch, grazil, kräftig – Pferde bekommen viele Attribute zugeschrieben. In Deutschland sind die Vierbeiner ein recht vertrautes Bild. Sie ziehen den Betrachter in ihren Bann.

Frau kniet vor weißem Pferd
Ein gesundes Pferd ist ein treuer Begleiter. Doch was, wenn das Pferd krank wird?© adobestock.com/dbunn

Die Zahl aktiver Reiter liegt in Deutschland übrigens beim knapp 1,25 Millionen. Zumindest zeigen dies Daten der Georg-August-Universität Göttingen. In einer Studie kommen Autoren der Hochschule zum Ergebnis, dass sogar fast vier Millionen Menschen regelmäßig reiten. Die Zahl der Pferdebesitzer ist dennoch überraschend niedrig. Deren Anteil wird mit knapp 900.000 angegeben. Ein Grund, warum das Reiten zwar verbreitet ist, eine eigene Haltung aber deutlich seltener gesehen wird, sind die Kosten. Ein Pferd ist nicht nur in der Anschaffung ein vergleichsweise kostenintensives Haustier. Auch beim Thema Unterhalt machen sich Größe und Bedürfnisse des Tieres bemerkbar. Und gerade hier kann schnell unterschätzt werden, wie teuer derTierarzt wird. Was sind typische Pferdekrankheiten und worauf muss geachtet werden?

Typische Krankheitsbilder bei Pferden

Eine solche Situation ist bei jedem Tierhalter in Deutschland gefürchtet. Am Vorabend war alles in Ordnung. Morgens nach dem Aufstehen macht sich ein ungutes Gefühl breit. Das Haustier liegt schlapp in seiner Ecke, will nicht mehr fressen oder setzt keinen Urin ab. Für jeden Halter Alarmzeichen, die schnell in die nächste Tierarztpraxis führen. In den letzten Jahren sind immer mehr Halter dazu bereit, auch für Kleintiere Geld in eine Behandlung zu investieren.

Und viele Methoden, welche die Veterinärmedizin heute benutzt, kommen aus der Humanmedizin. Dies betrifft auf der einen Seite diverse Wirkstoffe als auch medizinische Apparate. Sind die Erkrankungen zwischen Pferd und Mensch identisch? Nein! Aufgrund der Unterschiede in der Anatomie erkranken Pferde an Krankheitsbildern, die in der Humanmedizin keine Rolle spielen. Aber: Einige Krankheiten sind zwischen Pferd und Mensch übertragbar. Hierzu gehören:

  • Leptospirose (Infektionskrankheit)
  • Borreliose (Rückfallfieber)
  • Druse (Infektionskrankheit)

Diese Tatsache hält echte Liebhaber nicht davon ab, sich mit den Vierbeinern zu beschäftigen. Welche Krankheiten sind für Pferde so typisch, dass Halter diese kennen sollten?

1. Mauke

Das Fell der Pferde kann sich in seiner Art je nach Rasse sehr unterscheiden. Allen gemein ist jedoch der Fellwechsel der jeweils im Frühjahr und im Herbst stattfindet. Das Fell ist ein wichtiger Schutz der Haut. Dennoch können beim Pferd verschiedene Hautkrankheiten auftreten. Die Mauke ist hier eine sehr Gefürchtete, mit deren Erscheinungsbild Pferdehalte sich in jedem Fall auseinandersetzen sollten. Es handelt sich um eine Dermatitis, ausgelöst durch Bakterienstämme. Weniger häufig sind als Auslöser Pilze. Zu den verbreiteten Erregern der Mauke gehören:

  • Dermatophilus congolensis
  • Staphylococcen

Bekannt ist die Erkrankung im deutschen Sprachraum auch als Fesselekzem. Hintergrund: Mauke tritt gern (aber nicht ausschließlich) in der Fesselbeuge auf. Im englischen Sprachraum ist die Erkrankung als Mud Fever bekannt.

Auslöser und Risikofaktoren

Der Haupterreger sind Bakterien. In Frage kommen auch Milben oder Pilze. Damit Mauke entstehen kann, muss der Erreger erst noch in die Haut des Pferds eindringen. Hierfür bilden kleine Hautirritationen – in Kombination mit Nässe/Feuchtigkeit – den passenden Nährboden. So können Sandkörner oder Split die Haut des Pferdes verletzen. Die kleinen unauffälligen Kratzer werden von Erregern als Einfallstor benutzt.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist Feuchtigkeit. Steht diese über längere Zeit mit der Haut in Kontakt, wird die Schutzfunktion abgebaut und die Infektion mit den Erregern erleichtert.

Übertragungsweg

Mauke ist eine Erkrankung, die von Pferd zu Pferd weitergegeben werden kann. Als Übertragungsweg kommen unter anderem folgende Dinge in Frage, die im Stall für mehrere Tiere benutzt werden:

  • Pferdeschuhe
  • Umwicklungen
  • Pflegezubehör

Aufgrund dieser Ansteckungsgefahr sollte Mauke fachgerecht behandelt werden.

Symptome der Erkrankung

Da es sich bei Mauke um eine Erkrankung der Haut handelt, sind Symptome im Wesentlichen auch nur hier sichtbar. Frühe Anzeichen sind allerdings eher unspezifisch. Heißt: Die Anfänge der Mauke können auch übersehen werden. Im Regelfall haben betroffene Pferde zuerst Stellen, an denen sich die Haut rötet und das Areal überwärmt ist. Spätestens, wenn dann aber die Haare in dem betroffenen Bereich ausfallen, sollte von Haltern zum ersten Mal an Mauke gedacht werden.

Wie geht es weiter, wenn eine solche Infektion nicht behandelt wird? Es kommt zu:

  • Verdickungen der Haut
  • Krusten-/Schorfbildung
  • Ödemen
  • Geschwürbildung an der Haut (Ulzeration)

Behandlung der Mauke

Mauke wird in der Regel konservativ behandelt – und zwar topisch (also an den betroffenen Arealen). Hierzu gehört unter anderem die Reinigung der Haut mit mild desinfizierenden Lösungen. Damit sollen auf der einen Seite die Krusten aufgeweicht werden. Andererseits geht es hierbei darum, mit dem Desinfektionsmittel bereits gegen die Erreger vorzugehen. Hilfreich sind in der Behandlung auch Zinksalben oder Ähnliches. Auf die Haut aufgetragen, können sie die Heilung deutlich verbessern. Zusätzlich ist eine entsprechende Hygiene einzuhalten.

Mauke ist eine Hauterkrankung bei Pferden

© unsplash.com / Thibault Carron

Bei regelmäßiger Fellpflege und -kontrolle lassen sich Irritationen der Haut erkennen.

2. Hufrehe

Laminitis – besser als Hufrehe bekannt – ist eine Erkrankung bei Pferden, die auf eine Entzündung der Klauenlederhaut zurückgeht. Aufgrund der schwerwiegenden Spätfolgen ist ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung genauso wichtig wie die schnelle Behandlung. Der Grund: In schweren Fällen greift die Hufrehe auf den Knochen über. Schwere anatomische Defekte sind die mögliche Folge.

Eine Besonderheit betrifft die Entstehung der Hufrehe. Es handelt sich um ein multifaktorielles Geschehen. Bedeutet: Es gibt verschiedene Auslöser für die Hufrehe. Eine der häufigsten Auslöser ist Cushing beim Pferd. Was die Erkrankung so gefährlich macht, sind die Folgen. Im schlimmsten Fall kann das Hufbein durchbrechen oder es droht die Ablösung der Hufkapsel, was heute eigentlich gleichbedeutend mit lebensbeendenden Maßnahmen ist.

Auslöser der Hufrehe

Die der Hufrehe zugrundeliegende Entzündung wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Es handelt sich dabei um Ursachen, die erregergesteuert sein können oder sich aus den Haltungsbedingungen ergeben.

  • Geburtsrehe: Hierbei entsteht die Entzündung durch Reste der Nachgeburt, die nicht vollständig abgehen. Deren Zersetzung durch Bakterien führt zur Freisetzung von Giftstoffen (Endotoxine).
  • Futterrehe: Einer der häufigsten Ursachen dieser Stoffwechselkrankheit liegt in einer fehlerhaften Fütterung. Durch bestimmte Futtermittelbestandteile wird die Darmflora des Pferdes gestört. Speziell ein hoher Getreideanteil kann diese Entwicklung begünstigen. Rohfaserverdauende Bakterien sterben ab und es entstehen Bakteriengifte.
  • Belastungsrehe: Verbreitet tritt diese Form der Hufrehe auf. Legt das Pferd sehr lange Strecken auf harten Böden zurück oder steht über einen längeren Zeitraum im Stall, kann diese Form der Hufrehe entstehen. Möglich ist aber auch die Überlastung nur eines Hufs.

Neben den genannten Ursachen kann die Hufrehe noch auf weitere Auslöser – wie Vergiftungen oder unverträgliche Arzneimittel – entstehen.

Symptome der Erkrankung

Hufrehe sollte umgehend behandelt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, die Symptome erkennen zu können. In der Frühphase ist ein zu kalter Huf feststellbar. Allerdings wird dieses Anzeichen oft übersehen. Wesentlich leichter lassen sich die Krankheitszeichen erkennen, welche für das Eintreten einer Entzündung sprechen.

Beginnt die Entzündung, ist eine Überwärmung des Hufs zu spüren. Außerdem kommt es bei Hufrehe dann zu einer Schwellung des Kronrandes. Des Weiteren ist am Fesselkopf eine deutliche Pulsation zu spüren. Auffällig sind bei Hufrehe Gangveränderungen. Das Pferd tritt verhaltener – besonders auf harten oder steinigen Untergründen.

Weitere Symptome für Hufrehe:

  • Vorderhufe werden nach vorn gestellt
  • Hinterhufe zur Entlastung unter den Körper
  • Schmerzen bei Hufzangenprobe

Behandlung der Hufrehe

Aufgrund der Folgen, welche die Hufrehe haben kann, ist eine zügige Aufnahme der Behandlung erforderlich. Am besten ist sofort mit dem Kühlen des Hufs zu beginnen. Hierzu erhält der Huf einen Überzug. Dieser wiederum wird mit Crushed Eis gefüllt. Kaltes Wasser gilt in diesem Zusammenhang nicht als ausreichend.

Im weiteren Verlauf kann der Tierarzt Wirkstoffe einsetzen, mit denen die Durchblutung angeregt wird. Sehr wichtig ist die Suche nach der Ursache, um das erneute Aufflammen der Erkrankung zu verhindern.

Behandlung der Hufrehe

© Fotolia / romul014

Eine Hufrehe sollte so schnell wie möglich behandelt werden.

3. Strahlfäule

Strahlfäule ist eine von Bakterien ausgelöste Erkrankung des Hufs. In dessen hinterer Hälfte liegt zwischen Ballen und Sohle der Strahl. Dieser Bereich wird bei der Strahlfäule von Bakterien angegriffen und abgebaut. Die Erkrankung kann so weit fortschreiten, dass sich das Horn ablöst. Ursache für die Entstehung der Strahlfäule ist meist eine mangelhafte Hufhygiene.

Erreger und Auslöser der Strahlfäule

Die Erkrankung wird bakteriell verursacht. Allerdings ist nicht automatisch jedes Pferd davon betroffen. Damit Erreger (meist Fusobacterium necrophorum) entsprechende Bedingungen vorfinden, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Bakterien nisten sich im Huf in kleinen Furchen und Ritzen ein. Damit die Strahlfäule entstehen kann, brauchen die Erreger anaerobe Bedingungen – also Luftabschluss.

Gleichzeitig ist wichtig, dass feucht-warme Bedingungen herrschen. Heißt: Zu einer mangelhaft ausgeführten Hufhygiene muss noch eine Stallung, welche genau diese Bedingungen (etwa durch unregelmäßiges Ausmisten) bietet. Begünstigt wird die Entstehung zudem durch anatomische Besonderheiten – wie Haltungsschäden.

Symptome und Behandlung der Strahlfäule

Zu erkennen ist die Strahlfäule unter anderem daran, dass in den Strahlfurchen ein dunkles, übelriechendes Sekret zu finden ist. Beim Reinigen wirken die Furchen zudem tiefer und der Strahl wirkt aufgeweicht. Schreitet die Erkrankung fort, kann die Huflederhaut freiliegen, was Schmerzen verursacht.

Hinsichtlich der Behandlung wird bei Strahlfäule zuerst daraufgesetzt, das betroffene Gewebe zu entfernen. Anschließend wird mithilfe von Desinfektionsmitteln versucht, gegen die Erreger vorzugehen. Damit werden die betroffenen Stellen eingestrichen. Damit sich Pferde in der Behandlung nicht Schmutz in die Strahlfurchen drücken, ist die Verwendung von Tamponaden ein wichtiger Aspekt.

4. Koliken

Koliken gehören zu den Erkrankungen, die bei Pferden immer wieder auftreten. Wie gefährlich sie sind, zeigt sich in der Tatsache, dass sie zu den häufigsten Todesursachen bei diesen Tieren zählen. Ursächlich können unterschiedliche Gründe sein – wie Fehler in der Fütterung oder Stress. Aber auch das Wetter ist bekannt dafür, bei Pferden zu einer Kolik führen zu können. Prinzipiell handelt es sich bei Koliken um sehr generalisierte Krankheitszeichen im Bereich des Magen-Darm-Traktes.

Es handelt sich eher um ein Anzeichen dafür, dass beim Tier krankhafte Veränderungen im Magen-Darm-Trakt vorliegen. Auslöser für die Erkrankung ist ein Verschluss des Darms (Ileus), zudem es aufgrund verschiedener Ursachen kommen kann.

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Auslöser einer Kolik

Koliken werden bei Pferden aus ganz unterschiedlichen Gründen ausgelöst. Ein bekanntes Problem für die Entstehung des Ileus ist Futter. Wird dieses nicht richtig verdaut, können sich Futterreste im Darm festsetzen – und lösen so den Verschluss auf. Darüber hinaus kann eine Kolik auch durch:

  • Verschlingung
  • Einklemmung
  • Verlegung

des Darms entstehen. Eine weitere Ursache ist Stress, der unter anderem im Rahmen längerer Transporte zu Koliken führt. Durch den von der Witterung ausgelösten Kreislaufstress besteht zusätzlich Gefahr hinsichtlich der Entstehung einer Kolik.

Symptome einer Kolik bei Pferden

Das Auftreten von Koliken ist beim Pferd am Verhalten beobachtbar. Betroffene Tiere flehmen, sind unruhig und scharren. Zudem versucht es sich am Bauch zu schlagen und versucht sich vermehrt hinzulegen. Zusätzlich verändert sich die Atmung und es lassen sich Schweißausbrüche feststellen. Darüber hinaus verweigern Pferde mit akuter Kolik die Aufnahme von Futter und Wasser. Aufgrund der Tatsache, dass bei einer Kolik Kreislaufversagen zu den Komplikationen gehört, ist eine umgehende Behandlung durch den Tierarzt anzuraten.

Behandlung von Koliken

In der Behandlung einer Kolik wird versucht, den Darmverschluss zu lösen. Hierfür können krampflösende Arzneimittel eingesetzt werden. Für die Untersuchung kann der Tierarzt auch auf eine Rektaluntersuchung zurückgreifen, um sich ein genaueres Bild vom Magen-Darm-Trakt zu machen. Ist die Ursache der Kolik eher beim Kreislauf zu suchen, kann mit kreislaufstabilisierenden Arzneimitteln versucht werden, die Koliken zu lösen.

Koliken beim Pferd behandeln

© Fotolia / 135pixels

Eine Kolik gehört zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen bei Pferden

5. Borreliose beim Pferd

Wie der Mensch kann auch das Pferd an Borreliose erkranken. Der Erreger ist identisch – es handelt sich um ein Bakterium. Allerdings ist die Diagnose beim Pferd oft schwieriger, da typische Hautveränderungen nicht oder sehr spät erkannt werden.

Erreger und Symptome der Borreliose

Es handelt sich um Borrelien - meist Borrelia burgdorferi. Die Übertragung erfolgt durch Insektenstiche, wobei Zecken das Hauptreservoir darstellen. Normalerweise erfolgt eine Übertragung erst Stunden nach dem Stich. Larvenstadien der Zecke können die Erreger allerdings schneller übertragen. Auch Pferdebremsen gelten als Überträger.

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beobachtung von Hautveränderung fällt die Krankheit erst im chronischen Stadium auf, etwa durch:

  • wiederkehrende Lahmheit
  • Augenerkrankungen
  • Infektanfälligkeit
  • Koliken

Generell muss der Nachweis differentialdiagnostisch betrachtet werden. Ein reiner Antikörpernachweis ist daher oft nur Teil der Diagnose.

Behandlung der Borreliose

Aufgrund der Tatsache, dass es sich um Bakterien handelt, wird Borreliose (wie beim Menschen) mit antibiotischen Wirkstoffen behandelt. Die Gabe erfolgt in der Regel oral. Mittlerweile existiert zudem eine Impfung gegen Lyme-Borreliose.

Was kosten medizinische Behandlungen für Pferde?

Zukünftige Halter wollen gern im Voraus wissen, welche Kosten auf sie zukommen. In der Praxis sind pauschale Aussagen unmöglich. Anders als im Fall eines Kleintieres oder von Hunden und Katzen wird der Tierarzt zum Pferd kommen. Anfahrtspauschale, Impfungen und einfache Check-Ups kosten vor diesem Hintergrund schnell 100 Euro und mehr.

Wirklich teuer wird es für Halter, wenn ernsthafte Erkrankungen zu behandeln sind. In diesem Fall ist nicht nur mit einigen hundert Euro zu rechnen. Sind chirurgische Eingriffe nötig, kann das Ganze sehr schnell auch einige tausend Euro kosten. Letztlich besteht damit das Risiko, dass ein Pferd für deren Halter zur ausgereiften Kostenfalle wird – zumal niemand sein Tier leiden sehen möchte.

Tierkrankenversicherung: Für Halter sinnvoll

Selbst für Kleinsäuger, Reptilien oder Katzen kann eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen werden, um eventuelle Krankheitskosten abzudecken. Halten sich dort die Ausgaben meist noch in überschaubaren Grenzen, sieht die Situation wegen der hohen Behandlungskosten bei Pferden anders aus. Eine passende Absicherung ist deshalb für die Halter sehr sinnvoll.

Doch Vorsicht: Nicht alle Abschlüsse decken auch die volle Kostensumme ab. Informieren Sie sich genau über Ihren Versicherungsinhalt.

Vor allem Operationen können schnell teuer werden. Die Versicherungstarife bieten hier verschiedene Möglichkeiten diese Ausgaben mit abzudecken. Eine entsprechende Absicherung kann als vollwertiger- oder als reiner OP-Schutz erfolgen. Für die Höhe der Beiträge spielen individuelle Merkmale des zu versichernden Tiers eine Rolle.

Medizinische Versorgung beim Pferd

© Fotolia / Dusko

Die medizinische Versorgung von Pferden kann kostenintensiv sein.

Woran erkenne ich ein gesundes Pferd?

Wer sich für Pferde interessiert und selbst Halter werden will, sollte sich auf der einen Seite mit den verschiedenen Erkrankungen beschäftigen und die Frage lösen, wie sich bestmöglich vorsorgen lässt. Auf der anderen Seite ist beim Kauf natürlich Grundvoraussetzung, dass das Pferd gesund ist. Wie können "Laien" erkennen, ob alles in Ordnung ist oder etwas nicht stimmt?

Generell sollten Pferde nie ohne Termin im Stall gekauft werden. Hintergrund: Wer sich ein Bild von der Stallung machen kann, erkennt etwas über den Vorbesitzer. Eine ordentliche Box mit entsprechender Einstreu und Futter ist ein Hinweis, dass sich hier jemand um das Tier kümmert. Zum Vor-Ort-Termin gehört auch, sich das Tier vorführen zu lassen. Erkrankungen wie:

  • Mauke
  • Hufrehe oder
  • Strahlfäule

lassen sich einfach am Gang erkennen. Parallel sollte das Fell begutachtet werden. Sind viele Parasiten (zum Beispiel Zecken) zu erkennen? Wirkt das Fell glänzend? Letzteres ist Zeichen für einen guten Allgemeinzustand. Zudem sollten die Rippen fühlbar sein, aber nicht direkt ins Auge stechen. Darüber hinaus sollten:

  • Nüstern trocken (und sauber)
  • keine Krusten an Beinen erkennbar
  • keine Risse/Rillen im Huf erkennbar

sein. Anzuraten ist, für den Kauf eines Pferdes auch den Tierarzt des Vertrauens hinzuzuziehen.

 

Sofern ein Pferd stumpfes Fell oder Schorf/Krusten an den Beinen erkennen lässt, sollten Alarmglocken läuten. Es liegt hier der Verdacht nahe, dass das Tier erkrankt ist. In diesem Fall ist unter Umständen mit einer höheren Arztrechnung zu rechnen.

Fazit: Bei Pferden auf Alarmzeichen achten

Pferde sind majestätische Tiere. Sie wirken auf der einen Seite grazil, können aber auch sehr robust sein. Letzteres darf Halter nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Pferde krank werden. Empfindlich können beispielsweise die Hufe reagieren. Und auch der Magen-Darm-Trakt streikt bei den Vierbeinern hin und wieder.

Wer sich wirklich mit dem Gedanken beschäftigt, Pferdehalter werden zu wollen, muss sich auch mit den verschiedenen Krankheiten auseinandersetzen. Nur wenn Symptome rechtzeitig erkannt werden, ist eine schnelle Behandlung der Tiere möglich. Nicht zuletzt sollten sich Halter zudem auch um die Kosten Gedanken machen. Behandlungen für Pferde sind nicht günstig, weshalb eine entsprechende Versicherung durchaus anzuraten ist.

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