Parasitenbefall bei Vögeln

Dem Vogel versagt die Stimme, er beginnt zu niesen und zu husten und verhält sich merkwürdig. Das könnten Anzeichen für einen Parasitenbefall sein, der eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt erfordert.

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Foto: Antje-Lindert-Rottke / Fotolia © Foto: Antje-Lindert-Rottke / Fotolia

Vogelmilben halten sich im Allgemeinen im Gefieder auf. Eine Ausnahme bilden Luftsackmilben, die sich beim Wellensittich, aber auch bei Kanarienvögeln und anderen Finkenarten in den Atemwegen festsetzen können. Die Ansteckung erfolgt meist über Futter, das die Milben enthält. Infizierte Vögel können die Erkrankung beim Schnäbeln weitergeben.

Typische Symptome

Anfangs beeinträchtigt der Befall die Tiere kaum, nach einigen Wochen beginnen jedoch die typischen Zeichen: Dem Vogel versagt die Stimme, er beginnt zu niesen und zu husten, zu würgen und den Kopf umherzuschleudern. In späteren Stadien sind auch rasselnde Atemgeräusche zu hören. Oft verschlimmert sich die Erkrankung durch eine zusätzliche bakterielle Infektion von Luftröhre oder Lunge.

Behandlung bei Parasitenbefall

Bei schwerem Befall können die Vögel abmagern und sogar sterben. Sie sollten daher bei beginnenden Symptomen den Wellensittich zum Tierarzt bringen. Dort können die Milben im Schleim aus Nasenhöhle und Luftröhre nachgewiesen werden. Mitunter erscheinen sie auch als dunkle Punkte in der Luftröhre, wenn der Hals des Vogels gegen eine starke Lichtquelle betrachtet wird. Wenn der Befall noch nicht zu stark fortgeschritten ist, kann ein Auftropfen von Antiparasitika auf die Haut die Milben abtöten. Diese Behandlung sollte je nach Parasitenmittel mehrmals wiederholt werden. Wichtig ist, dass mit der Behandlung rechtzeitig begonnen wird und der Tierarzt andere Erkrankungen des Atmungstrakts (Bakterien, Pilze) ausgeschlossen hat. Außerdem muss natürlich darauf geachtet werden, dass sich die Vögel nicht von neuem anstecken, beispielsweise durch Futter.

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