Welcher Sport passt zu mir und meinem Hund?

Welche Hunde-Sportarten es gibt und welche davon sich für Sie und Ihren Hund eignen, erfahren Sie hier.

Hund trainiert mit seinem Frauchen
Agility eignet sich für aktive Zwei- und Vierbeiner.© shutterstock.com/Skumer

Wer seinem Hund mehr als nur Spaziergänge und Intelligenzspiele bieten möchte, sollte es mit einer der vielen verschiedenen Hundesportarten probieren. Denn für jedes Mensch-Hund-Gespann gibt es den richtigen Sport. Welche Sportart für Sie und Ihren Hund geeignet ist, lesen Sie hier.

Der ideale Sport für Ihren Hund

Wollen Sie die richtige der vielen Hundesportarten finden, sollten Sie folgende Faktoren bei Ihrem Hund beachten:

  • Veranlagung
  • individuelle Bedürfnisse
  • körperliche Gesundheit

Jede Hunderasse wurde zu einer bestimmten Aufgabe gezüchtet. Während ein Border Collie Schafe hüten sollte, hatte ein Riesenschnauzer ursprünglich die Aufgabe, Haus und Hof zu bewachen. Diesen angezüchteten Arbeitswillen sollten Sie bei der Wahl der Hundesportart berücksichtigen.

Dennoch hat jeder Hund seine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Nicht jeder Labrador muss das Wasser lieben, nur weil das eine rassetypische Eigenschaft ist. Sie wissen am besten, was Ihr Hund gerne macht. Ist der Hund körperlich beeinträchtigt oder alt, spielt auch das eine Rolle bei der Wahl der richtigen Hundesportart.

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Border Collies sind geborene Hütehunde.© stock.adobe.com/Cath Bell

Wichtige Fragen bei der Wahl des Hundesports

Bevor Sie sich für eine bestimmte Hundesportart entscheiden, sollten Sie diese Fragen beantworten. Erst, wenn Sie sich darüber Gedanken gemacht haben, kann die Suche nach dem passenden Sport beginnen.

  • Welcher Rasse gehört mein Hund an und was sind deren Veranlagungen?
  • Wie verhält sich mein Hund Artgenossen gegenüber?
  • Wie verhält sich mein Hund in fremder Umgebung?
  • Wie sind die körperlichen Fähigkeiten meines Hundes?
  • Was für einen Charakter hat mein Hund?

Hundesportarten mit Köpfchenarbeit

Hunde wollen sich nicht einfach nur bewegen, sondern auch ihr Köpfchen anstrengen. Bewegung und Denkarbeit kombinieren beispielsweise diese Hundesportarten.

Agility

Dieser Hundesport erfordert Geschicklichkeit. Der Hund muss eine Reihe von verschiedenen Hindernissen in einem Parcours überwinden. Der Mensch weist ihm dabei mit Worten und Körpersprache den Weg. Bei Agility können Sie mit Ihrem Hund zu einem Team verschmelzen.

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Bei Agility meistern Mensch und Hund gemeinsam den Parcours.© shutterstock.com/skumer

Dog Dance

Wie bei keiner anderen Hundesportart geben Hund und Mensch beim Dog Dance ein harmonisches und elegantes Bild ab. Aufeinander abgestimmt bewegen Sie sich zur Musik. Dog Dance hilft dabei, den eigenen Hund besser kennenzulernen und die Beziehung zu stärken. Außerdem dürfen Sie hier kreativ werden.

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Beim Dog Dance geht es um Kreativität.© stock.adobe.com/Christian Müller

Obedience

Weniger rasant geht es beim Obedience zu. Der Mensch gibt vor, welche Tricks der Hund vorführen soll. Der Hund muss alle Übungen mit Freude, aber auch schnell und korrekt ausführen. Auch bei dieser Hundesportart spürt man die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch.

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Bei Obedience muss der Hund schnell sein.© stock.adobe.com/encierro

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Hundesportarten für den Alltag

Einige Hundesportarten lassen sich auch in den Alltag integrieren. Hier steht die Bewegung im Vordergrund. Achten Sie darauf, Ihren Hund also anderweitig mit Intelligenzübungen zu auszulasten.

Joggen / Nordic Walking

Nehmen Sie Ihren Hund doch mit, wenn Sie sich selbst bewegen. Achten Sie aber darauf, dass Sie es beim Joggen mit Hund anfangs noch langsam angehen. Ein Jogging-Gurt, an dem die Leine angebracht wird, ist empfehlenswert. Läuft der Hund frei mit, sollte er das Kommando „Fuß“ beherrschen.

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Jogging mit Hund bringt Bewegung und Spaß.© stock.adobe.com/michaelheim

Laufen am Rad

Soll der Hund neben dem Fahrrad laufen, sollten Sie die richtigen Wege für ihn wählen. Es empfiehlt sich, die Leine an einem Bauchgurt zu befestigen. So sind Sie bei dieser Hundesportart sicher unterwegs!

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Auch bei Fahrradtouren kann der Hund mitkommen.© stock.adobe.com/Racle Fotodesign

Reiten mit Hund

Auch beim Reiten kann der Hund als Reitbegleithund mitkommen. Allerdings sollten Sie dabei sichergehen, dass Sie sowohl auf das Pferd als auch auf den Hund einwirken können. Der Hund sollte das Kommando „Bei mir“ unbedingt beherrschen.

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Der Hund kann eine gute Reitbegleitung sein.© stock.adobe.com/Osetrik

Hundesportarten für bestimmte Rassen

Diese Sportarten sind die Spezialitäten bestimmter Hunderassen. Außerdem sind sie nichts für Anfänger: Entscheiden Sie sich für eine dieser Sportarten, bedarf es einer genauen Anleitung und viel Übung für Sie und Ihren Hund.

Windhundrennen

Ein gesunder Windhund kann sehr schnell rennen – und das möchte er auch. Bei Windhundrennen oder Coursing können die rasanten Tiere ihr Können unter Beweis stellen. Gehen Sie aber dabei sicher, dass der Hund Spaß am Rennen hat, nicht gedrillt wird und nur so viel läuft, wie er kann und möchte. Nur so ist diese Hundesportart sinnvoll.

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Windhunde lieben es zu rennen. © stock.adobe.com/mfotohaus

Schlittenhundesport

Beim Schlittenhundesport sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund oder Ihre Hunde die körperlichen Voraussetzungen erfüllen. Die richtige Ausrüstung ist beim Schlittenhundesport genauso entscheidend, wie die Fähigkeit des Halters, die Hunde richtig zu steuern. Wichtig ist, dass die Hunde wirklich Spaß an Ihrer Aufgabe haben. Bestimmte Rassen, wie der Husky, eignen sich für diese Hundesportart besonders.

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Nur kräftige Hunde können einen Schlitten ziehen.© stock.adobe.com/Greg

Leistungshüten

Beim Leistungshüten dürfen Hütehunde zeigen, was sie können. Hund und Mensch werden bei dieser Hundesportart darin bewertet, wie gut sie gemeinsam eine Schafsherde gezielt treiben können. Auch hier muss die richtige Hunderasse gewählt werden und der Hüter das Know-How mitbringen.

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Hund und Mensch treiben gemeinsam Schafe.© stock.adobe.com/nikla

Der Verein als gute Beratung

Haben Sie sich für eine Hundesportart entschieden, sollten Sie eine richtige Ausbildungsstätte wählen. Achten Sie darauf, dass Sie und Ihr Hund sich dort auch wohlfühlen.

Nicht für jede Hundesport ist eine Vereinsmitgliedschaft notwendig. Allerdings werden Sie im Verein in der Regel gut beraten und erhalten Hilfe dabei, Ihrem Hund die jeweilige Sportart näherzubringen. Außerdem stehen Sie so auch im Austausch mit anderen Hundesportlern.

Hundesport bringt viele Vorteile

Wer mit seinem Hund gemeinsam Sport betreibt, stärkt das Vertrauen und die Bindung zu ihm. Außerdem hat dabei nicht nur Ihr Hund eine Aufgabe, sondern auch Sie werden bei jeder Hundesportart gefördert.

Dafür müssen Sie aber kein Spitzensportler sein. Jeder kann Hundesport betreiben, so wie er kann und möchte. Auch dem Alter sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass Sie neben der körperlichen Bewegung auch immer darauf achten, Ihrem Hund Denkaufgaben zu geben. Nur so ist er rundum ausgelastet.

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